Haus Kleinstein in Döbern
: Geld für Kinder – was die Sozialeinrichtung jetzt plant

Das „Haus Kleinstein“ in Döbern hat Geld bekommen. Worüber sich die Kinder durch die Spende aus der Nachbarschaft freuen können.
Von
Marcel Laggai
Forst/Döbern
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Spendenscheck-Übergabe Arno Asmus

Die Einrichtung „Haus Kleinstein“ kann jetzt Pläne schmieden. Sozialpädagogin Stephanie Rockau hat von Friseurmeister Arno Asmus eine Spende entgegengenommen.

Eveline Poneß, Marcel Laggai, Montage: Katrin Janetzko
  • Das „Haus Kleinstein“ in Döbern erhielt 1.000 Euro Spende von Friseurmeister Arno Asmus.
  • Die Spende stammt aus dem 35-jährigen Jubiläum seines Salons „Arnos Frisierstübchen“.
  • Das Geld wird für Spielgeräte und Ausstattung der Sozialeinrichtung verwendet.
  • Sozialpädagogin berichtet über sinkende Spenden und Zuweisungen – Spende hilft enorm.
  • Weiterer Unternehmer plant Spendenbox, um langfristig Unterstützung zu sichern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Überraschender Geldsegen für eine Sozialeinrichtung in Döbern (Spree-Neiße): Das zum SOS-Kinderdorf Lausitz gehörende „Haus Kleinstein“ durfte sich in der vergangenen Woche über eine großzügige Spende freuen.

Das Geld wurde im Rahmen des 35-jährigen Bestehens von „Arnos Frisierstübchen“ gesammelt. Friseurmeister Arno Asmus hatte sich bereits vor der Feier bewusst dafür entschieden, auf Geschenke zu verzichten und das dafür vorgesehene Geld stattdessen für eine karitative Einrichtung zu sammeln. Im Vorfeld musste sich der 69-Jährige allerdings intensiv mit der Frage auseinandersetzen: Wem möchte ich das Geld eigentlich zugutekommen lassen?

Friseurmeister aus Döbern spendet an die Nachbarschaft

Es sei ihm von vorneherein klar gewesen, dass er das Geld in der Region verteilen möchte. Und so musste er nicht lange recherchieren, bis er auf das „Haus Kleinstein“ stieß, das quasi in direkter Nachbarschaft liegt.

Nur knapp 700 Meter Luftlinie trennen seinen Salon von der Sozialeinrichtung. Ein kurzes Telefonat genügt, und prompt erhält Asmus eine Spendenbüchse in Form eines Hauses für seine Feier. „Meine Gäste sind meinem Spendenaufruf fleißig nachgekommen“, freut sich der Friseurmeister rückblickend.

Wie viel Geld letztlich aber zusammengekommen ist, hat Asmus dann doch überrascht. 1.000 Euro seien gespendet worden, das habe ihn sprachlos gemacht. Schließlich wisse er nur zu gut, dass Sozialeinrichtungen zunehmend unter der sinkenden Spendenbereitschaft der Menschen zu kämpfen haben.

Sozialpädagogin Evelin Buchwald kann das bestätigen. Seit gut einem Jahr ist sie im „Haus Kleinstein“ tätig. „Es sind nicht nur die sinkenden Spenden, sondern auch die Zuweisungen, die stetig weniger werden.“ Eine Problematik, mit der viele Sozialeinrichtungen klarkommen müssen, betont Evelin Buchwald.

Weiterer Unternehmer aus Döbern denkt an Spenden

Umso mehr freut sie sich über Asmus' Spende. Einen Verwendungszweck für die 1.000 Euro gibt es bereits. „Wir werden das Geld für Spielgeräte und Ausstattungsgegenstände im Haus verwenden. Das hilft uns tatsächlich sehr“, so die Sozialpädagogin.

Wie Evelin Buchwald berichtet, ist ein Unternehmer von der Spendenaktion bei Asmus so begeistert, dass er eventuell auch eine Spendenbox bei sich aufstellen möchte. „Sollten sich tatsächlich solche Synergieeffekte ergeben, würden wir uns natürlich freuen, denn jeder Euro hilft. Damit können wir unser Angebot am Leben halten und gegebenenfalls auch ausbauen.“

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