(sh) Die AfD wird als stärkste Fraktion im neuen Kreistag Spree-Neiße sitzen. Das ist das Ergebnis der Kommunalwahl am Sonntag. Demnach entfallen auf die AfD 13 Sitze im neuen Parlament. Bei CDU (10) und SPD (8) war hingegen die Enttäuschung groß. Die Linke kommt auf sechs Sitze.

„Wir haben zwar schon damit gerechnet, dass wir in den Kreistag einziehen, aber mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“, sagte AfD-Kreischef Steffen Kubitzki am späten Abend. „Wir wissen zugleich um unsere Verantwortung, jetzt müssen wir liefern“, ergänzte er.

CDU-Kreischef Raik Nowka zeigte sich vom Wahlergebnis enttäuscht. Rund acht Prozent haben die Christdemokraten im Vergleich zur letzten Wahl verloren. Auch künftig setze seine Partei auf Sacharbeit – auch mit der AfD. „Es wäre arrogant dem Wähler gegenüber, wenn man mit einer Partei, die 25 Prozent der Stimmen geholt hat, nicht versuchen würde, zusammenzuarbeiten“, so Nowka.

SPD-Fraktionschef Andreas Petzold zeigte sich über das Ergebnis überrascht. Was das für die künftige Arbeit im Kreistag bedeute, könne er jetzt noch nicht beurteilen. „Wir wollen uns auch weiterhin für die sozialen Probleme einsetzen“, erklärte er. „Eine Zusammenarbeit mit der AfD kann ich mir dabei zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen“, so Petzold.

Landrat Harald Altekrüger (CDU) hatte mit einem starken Ergebnis der AfD gerechnet. „Eine Prognose, wie sich die Arbeit im Kreistag gestalten wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch schwierig. Ich baue natürlich auf die CDU und wir müssen sehen, wen wir noch mit ins Boot bekommen“, erklärte er am Sonntagabend. Auch künftig setze er auf Fach- und Sacharbeit. Das habe sich bewährt. Bei Bildung, Radwegenetz oder Breitbandausbau stehe der Landkreis gut da.