Für Radfahrer kann es hier schnell lebensgefährlich werden: Das Verkehrssicherheitsaktiv der Stadt Döbern mahnt eine Fertigstellung des Ausbaus der Bundesstraße 115 im Ort an. Seit Jahren wartet der Abschnitt zwischen der Hirsch-Apotheke und Ortsausgang in Richtung Cottbus auf Vollendung, heißt es in einem Schreiben an Bürgermeister Jörg Rakete (SPD). Insbesondere gehe es um die Verkehrssicherheit für Radfahrer, da für diesen letzten Abschnitt der straßenbegleitende Radweg noch gänzlich fehle. Das Unfallrisiko sei für die Radfahrer deshalb besonders hoch.

Lübbenau

Ein Problem sehen die Döberner auch in der demnächst anstehenden Eröffnung des neuen Netto-Marktes in der Forster Straße. Der Zugangsbereich befinde sich in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Bahnüberganges und damit in einem kurvenreichen Abschnitt, der aus Richtung Cottbus kommend schlecht einsehbar sei. Wie die Zuwegung zum Supermarkt einmal aussehen soll, sei bisher nicht bekannt. Ohne eine Anpassung der Straßenführung in diesem Bereich – einschließlich Abbiegemöglichkeit – werde dort schon ein Unfallschwerpunkt organisiert. Eine Lösung vor Fertigstellung des Marktes wäre deshalb angebracht.

Ebenfalls kritisiert wird die fehlende Bautätigkeit auf der Landesstraße L 49. Die Fahrbahndecke befinde sich dort in einem katastrophalen Zustand. Anscheinend begnüge sich die Stadt mit der Reduzierung der Geschwindigkeit im beinahe gesamten Bereich der Straße. Das Verkehrssicherheitsaktiv erwarte 30 Jahre nach der Wende die Fertigstellung dieser zwei wichtigen Infrastrukturmaßnahmen der Stadt Döbern.

Außerdem spricht sich die AG für eine Reorganisation des Parkplatzes Forster Straße/Ecke Aufbaustraße aus. Dort sei häufig ein ungeordnetes Parken zu beobachten, zumal der Standort nicht als öffentlicher Parkplatz ausgewiesen sei.

Bürgermeister Jörg Rakete (SPD) leitete die Forderungen des Verkehrssicherheitsaktives an den Bau- und Finanzausschuss weiter. Er wolle sich damit den Vorwurf ersparen, dass er etwas unter der decke halte oder nicht reagiere, erklärte er. Der Ausschuss plädierte dafür, Vertreter der AG in eine der nächsten Sitzungen einzuladen. Dann könne man sich über die aktuellen Probleme austauschen.