Im Landkreis Spree-Neiße sind am Montag fünf neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Der Sieben-Tages-Inzidenzwert steigt damit im Vergleich zum Vortag weiter. Er liegt aktuell bei 226,9.
29 Erkrankte müssen derzeit stationär behandelt werden. Für 832 hat das Gesundheitsamt des Landkreises Quarantäne angeordnet. 181 Menschen sind in Zusammenhang mit einer Covid19-Erkrankung verstorben.
Die fünf neuen Fälle schlüsseln sich wie folgt auf: Spremberg (2), Guben, Drebkau und Amt Döbern-Land je 1.

Spree-Neiße ist Spitzenreiter im Land Brandenburg

Mit dem Inzidenzwert von 226,9 ist der Landkreis Spree-Neiße im Land Brandenburg Spitzenreiter. Den zweithöchsten Wert vermeldeten mit 176,6 die Städte Cottbus und Frankfurt (Oder). Den niedrigsten Inzidenzwert hat mit 75,0 der Landkreis Barnim.
Wie ist der Spitzenwert für Spree-Neiße zu erklären? „Eine wirkliche Antwort auf diese Frage haben wir nicht“, sagt Spree-Neiße-Gesundheitsdezernent Michael Koch (SPD). So habe der Landkreis lange Zeit sogar einen der niedrigsten Inzidenzwerte im Land Brandenburg gehabt. Allerdings war in Spree-Neiße auch der erste Fall der deutlich ansteckenderen britischen Mutation im Land Brandenburg nachgewiesen worden.

Hoher Inzidenzwert hat für Landkreis Spree-Neiße Konsequenzen

Für Spree-Neiße hat der hohe Inzidenzwert seit Wochenbeginn Konsequenzen. Schulen und Kitas mussten geschlossen werden. Sie bieten jetzt nur noch eine Notbetreuung an. Die Nachfrage nach dieser Betreuungsform soll dem Vernehmen nach sehr hoch sein, zumal die Liste der Berufsgruppen, die berechtigt sind, eine Notbetreuung in Anspruch zu nehmen, erst vor wenigen Tagen erweitert worden ist. Genaue Zahlen, wie viele Kinder nun in Schulen und Kitas betreut werden, konnte der Landkreis allerdings am Montag noch nicht liefern.