Bundestagswahl 2025 Forst
: Krank in der Schaltzentrale – Stress am Wahlsonntag

Gut 14.000 Einwohner von Forst sind aufgefordert, einen neuen Bundestag zu wählen. 24 Urnen-Wahllokale sind geöffnet. Läuft alles glatt?
Von
Harriet Stürmer
Forst
Jetzt in der App anhören
Wahlleiter Sandro Glode und seine Stellvertreterin Silvia Ernst haben am Sonntag in der Schaltzentrale im Rathaus alle Hände voll zu tun.

Bundestagswahl 2025 in Forst: Wahlleiter Sandro Glode und seine Stellvertreterin Silvia Ernst haben in der Schaltzentrale im Rathaus alle Hände voll zu tun.

Harriet Stürmer
  • Bundestagswahl in Forst: 14.000 Einwohner wählten, 24 Wahllokale geöffnet.
  • Wahlleiter Sandro Glode trotz Krankheit im Einsatz; nicht so stressig wie Kommunalwahl 2024.
  • 194 Wahlhelfer im Einsatz, 5630 Wähler bis 14 Uhr; Briefwahl noch nicht berücksichtigt.
  • Ministerpräsident Dietmar Woidke wählte per Briefwahl.
  • Stimmenauszählung startet ab 18 Uhr, Ergebnisse werden digital übermittelt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ungünstiger hätte der Zeitpunkt kaum sein können, an dem es Sandro Glode erwischt. Husten, Schnupfen, Fieber. Das schlimmste ist inzwischen zwar schon überstanden, aber hundert Prozent fit ist der Wahlleiter noch nicht – und sein Einsatz am Wahlsonntag (23. Februar 2025) in Forst (Spree-Neiße) dadurch eine echte Herausforderung.

Immerhin dürfte es diesmal nicht ganz so stressig werden wie zur jüngsten Kommunalwahl im Juni 2024. Damals wurde nicht nur das neue Europäische Parlament gewählt. Auch die Wahl des neuen Kreistages Spree-Neiße, der Stadtverordnetenversammlung Forst sowie der Ortsbeiräte standen auf dem Programm. Feierabend für die Wahlleitung war morgens um 5.30 Uhr. So lange dürfte es zur Bundestagswahl 2025 nicht dauern, sagt Glode. Das insgesamt siebenköpfige Team werde den Sitzungssaal im Rathaus vermutlich gegen 23 Uhr verlassen.

In der Schaltzentrale laufen alle Drähte zusammen

Der Saal im zweiten Obergeschoss dient an diesem Sonntag wieder als Schaltzentrale. Hier laufen alle Drähte zusammen. Gibt es Probleme in einem der insgesamt 24 Urnen- und fünf Briefwahllokale? Oder läuft alles glatt? Sind alle Wahlhelfer wie geplant im Einsatz? Wie hoch ist die Wahlbeteiligung um 14 Uhr? All diese Fragen müssen beantwortet werden. Und Glode ist dazu im ständigen Kontakt mit den Wahlvorstehern vor Ort.

Am frühen Nachmittag hat der Wahlleiter nur Gutes zu berichten. Alle der 194 geplanten Wahlhelfer sind im Einsatz. In den Wahllokalen läuft alles nach Plan. Und wie sieht es mit der Wahlbeteiligung aus? Von 8 bis 14 Uhr haben 5630 Forster ihre Kreuze im Wahllokal gesetzt – also etwa ein Drittel der Wahlberechtigten, wobei die Briefwahl noch unberücksichtigt ist. Dabei gilt: Die Wahlkreiskandidaten werden mit der Erststimme gewählt, die Zweitstimme ist für die jeweilige Landesliste der Parteien.

Ministerpräsident Dietmar Woidke wählt per Brief

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke ist am Sonntag nicht in einem Wahllokal in seiner Heimatstadt Forst (Spree-Neiße) anzutreffen. Er habe bereits „per Briefwahl sein demokratisches Recht wahrgenommen“, berichtet Regierungssprecher Florian Engels.

Indes haben die Forster bis 18 Uhr Zeit, ihre Stimme vor Ort abzugeben. Das gilt auch für die rund 3300 Einwohner, die sich für eine Briefwahl entschieden haben. Am frühen Nachmittag sind bereits 3100 Briefe im Rathaus gelandet. Geöffnet werden sie aber erst ab 18 Uhr, wenn im Sitzungssaal das große Auszählen beginnt. Gleichzeitig werden dann auch in den Urnen-Wahllokalen die Stimmen gezählt.

Die Ergebnisse landen per Telefon abermals bei Sandro Glode und seinem Team. Von dort werden sie digital an den Landkreis Spree-Neiße übermittelt, und von dort geht es dann weiter zum Land nach Potsdam und zum Bund nach Berlin.