Die 100-Kilogramm Fliegerbombe russischer Bauart ist gegen 16: 30 Uhr erfolgreich entschärft worden, wie die Stadt in einer Pressemitteilung verkündet. Neben der Bombe in Spremberg wurde am Donnerstagvormittag, 20. August, auch in Forst eine Bombe gefunden. Der Fundort lag entlang der Straße L 49 zwischen den Ortsteilen Keune und Groß Bademeusel im Wald. Insgesamt waren 41 Einsatzkräfte vor Ort. Vertreten waren Feuerwehr, DRK, Polizei, Bundespolizei, städtischen Außendienstmitarbeiter, Mitarbeiter des städtischen Betriebsamts und Mitglieder des Stabes.
Wie Enrico Schnick vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erklärte, besaß die Bombe eine Heckzünder, der noch vor Ort entnommen und gesprengt werden konnte. „Anders als Kopfzünder, die sich beim Aufschlag der Bombe oft deformieren, lassen sich Heckzünder meist einfacher entfernen, allerdings mussten wir dafür das Leitwerk der Bombe abbauen“, so Enrico Schnick.
Gefunden wurde die Bombe, die nahe der Oberfläche im Waldboden steckte, von dem Waldbesitzer. In unmittelbarer Nähe lassen sich noch Reste von alten Schützengräben erkenne.
Für die Entschärfung wurde ein Sperrkreis von 500 Metern gezogen. Da keine Bebauung betroffen war, war eine Evakuierung nicht notwendig. Ab 15.45 Uhr wurde die L 49 im betroffenen Bereich gesperrt. Auch verschiedene Wege einschließlich des Oder-Neiße-Radweges waren von der Sperrung betroffen. Wegen der Entschärfung war aus Sicherheitsgründen auch eine Abschaltung der Trinkwasserleitung notwendig. Die südlichen Grundstücke in Keune sowie die Ortsteile Groß Bademeusel und Klein Bademeusel sowie die Zollliegenschaft hatten in dem Zeitraum kein Trinkwasser.
Zunächst war eine Entschärfung am heutigen Donnerstag noch fraglich, da bereits eine großangelegte Entschärfung einer Bombe im Spremberger Ortsteil Trattendorf geplant war. Inzwischen sind die Arbeiten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes vor Ort abgeschlossen.
Im Juni 2019 wurde im Forster Ortsteil Horno eine sowjetische 250-Kilogramm-Fliegerbombe gefunden. Damals musste für die Entschärfung ein Sperrkreis von 1000 Metern eingerichtet werden.
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