Betrug in Forst: Falsche Tochter bringt Frau um mehrere Zehntausend Euro

Betrugsanruf in Forst: Eine Fraue ist des Enkeltricks geworden. Dreiste Betrüger konnten dabei viel Geld erbeuten. Die Poliztei ermittelt (Symbolfoto)
Bernd Weißbrod/dpa- In Forst wurde eine Frau per Enkeltrick um mehrere Tausend Euro betrogen.
- Eine Anruferin gab sich als Tochter aus und forderte nach angeblichem Unfall Kaution.
- Die Frau übergab später Geld an einen unbekannten Mann – erst danach erkannte sie den Betrug.
- Die Kriminalpolizei ermittelt, die Polizei warnt vor Namen- und Kontenangaben.
- Hinweise: keine Geldübergabe an Fremde, Notlage bei Verwandten prüfen, Notruf 110 wählen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Trotz größter Präventionsbemühungen der Polizei gelingt es Kriminellen immer wieder, mit dem Enkeltrick ahnungslose Menschen um viel Geld zu prellen. Zumeist suchen sie sich dafür zielgerichtet ältere Opfer aus. Nach einem neuerlichen Vorfall in Forst (Lausitz) warnt die Polizei jetzt erneut.
Was ist genau geschehen? Eine Polizeisprecherin der zuständigen Polizeidirektion Süd in Cottbus berichtet, dass sich am Mittwochnachmittag (22. April 2026) eine Frau im Polizeirevier gemeldet habe, weil sie Opfer eines Betrugs geworden war.
„Bei ihr hatte eine Frau angerufen und sich als ihre Tochter ausgegeben“, so die Polizeisprecherin weiter. Die falsche Tochter hätte angeblich einen Autounfall gehabt, und nun sei eine Kaution von mehreren Zehntausend Euro nötig. „Später übergab sie das Geld einem unbekannten Mann. Erst danach wurde ihr klar, dass sie Betrügern aufgesessen war.“
Nach Enkeltrick in Forst ermittelt die Polizei
Die Kriminalpolizei ist inzwischen mit den weiterführenden Ermittlungen befasst. Die Polizeisprecherin appelliert indes an potenzielle Opfer: „Nennen Sie keine Namen Ihrer wirklichen Enkel/Verwandten. Geben Sie keine Auskünfte über Ihre Ersparnisse. Heben Sie aus diesem Anlass kein Geld von Ihrem Konto oder Sparbuch ab. Bestehen Sie auf eine persönliche Kontaktaufnahme!“
Weitere Hinweise der Polizei in diesem Zusammenhang: „Informieren Sie sich über die wirkliche Notlage eines Enkels/Verwandten bei Ihren Kindern oder in der Verwandtschaft. Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen. Informieren Sie umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110. Bewahren Sie keine großen Geldbeträge zu Hause auf.“
Als Enkeltrick werden alle Betrugsstraftaten bezeichnet, bei denen die überwiegend älteren Opfer zunächst telefonisch kontaktiert werden und der Anrufer durch geschickte Gesprächsführung suggeriert, dass er ein Verwandter oder Bekannter des Opfers sei. Nach erfolgreicher Suggestion wird dem Opfer vom Anrufer eine finanzielle Notlage vorgetäuscht, um es zu einer kurzfristigen - möglichst gesamten - Barvermögensverfügung an einen Dritten, den Abholer, zu bewegen.
In Einzelfällen wird sogar eine Kreditaufnahme vorgeschlagen oder es wird nach Wertgegenständen gefragt. Die Täter sind sehr gut organisiert und gehen innerhalb einer festen Struktur arbeitsteilig vor.
Eine Auswahl der gängigsten Betrugsmaschen in Brandenburg
Die Polizei im Land Brandenburg hat auf ihrer Internetseite weitere gängige Betrugsmaschen zusammengestellt. Eine Auswahl:
- Anrufe falscher Polizeibeamter: Die Täter geben sich telefonisch gegenüber den Opfern als Polizeibeamte aus und täuschen die Opfer mittels einer Legende zu einer Vermögensverfügung (Bargeld, Schmuck, sonstige Wertgegenstände, Geldüberweisungen).
- Anrufe falscher Staatsanwälte, Gerichtsvollzieher: Die Täter geben sich telefonisch als Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft oder des Amtsgerichts, der Landesbank oder als Gerichtsvollzieher et cetera gegenüber den potenziellen Opfern aus; unter Angabe verschiedenster Legenden wie zum Beispiel: Die Opfer stehen in Fahndung wegen angeblicher offener Schulden. Um eine Kontopfändung zu vermeiden, soll ein festgelegter Geldbetrag gezahlt werden.
- Anrufe durch getarnte Bankangestellte, Mitarbeiter eines technischen Support-Teams oder eines Call-Centers: Betroffene werden angerufen, um wegen eines vorgetäuschten technischen Problems vertrauliche Daten wie Passwörter oder TANs preiszugeben.
- Falsche Gewinnmitteilungen mittels Telefon: Die Täter geben sich gegenüber den Opfern als Mitarbeiter verschiedener Institutionen aus und täuschen die potenziellen Opfer über die Auszahlung vermeintlich hoher Gewinnsummen. Die Geschädigten sollen vor Übergabe des Gewinns unter anderem einen festgelegten Geldbetrag beziehungsweise eine Gebühr auf vorgegebene Konten (meist in der Türkei) mittels Western Union überweisen.
- WhatsApp-Masche: Betrüger melden sich per WhatsApp unter unbekannter Telefonnummer als angebliche Verwandte. Sie geben vor, ein neues Handy und kein Geld für die Rechnung zu haben. Im Anschluss bitten sie um die Begleichung der Rechnung auf ein unbekanntes Bankkonto und versprechen baldige Rückzahlung.

