Auktion in Forst
: Hier gibt es Fahrräder zum Schnäppchenpreis

In Forst werden diverse Fund-Fahrräder versteigert. Bei der Auktion der Stadt lässt sich gutmöglich ein Schnäppchen machen.
Von
Harriet Stürmer
Forst
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Bei der öffentlichen Versteigerung von Fundrädern kann schon Mal ein Schnäppchen dabei sein.

ARCHIV - 13.02.2014, Bayern, München: Mehrere Fahrräder stehen an Fahrradständern. Verrostete Ketten, platte Reifen, keine Sattel - in Bayerns Städten verstopfen immer mehr Schrotträder die Abstellplätze für Fahrräder. (zu dpa «Immer mehr Schrotträder und herrenlose Radl in Bayerns Städten » vom 24.02.2018) Foto: Rene Ruprecht/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Bei der öffentlichen Versteigerung von Fundrädern kann schon mal ein Schnäppchen dabei sein. In Forst (Lausitz) sollen diverse Fahrräder jetzt unter den Hammer kommen. (Symbolbild)

Rene Ruprecht/dpa
  • In Forst (Lausitz) werden herrenlose Fundräder am Mittwoch, 8. Juli 2026, versteigert.
  • Ort und Zeit: Tiefgarage des Rathauses, Start 15 Uhr – Besichtigung ab 14.30 Uhr.
  • Nur Barzahlung vor Ort. Räder sind nicht auf Verkehrssicherheit geprüft, Haftung ausgeschlossen.
  • Mindestgebote lagen zuletzt meist bei fünf bis 25 Euro, E-Bikes teils bei 150 Euro.
  • Viele Räder sind im „Fundbüro Deutschland“ gelistet; Forst ist seit dem Sommer 2025 angeschlossen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Termin für Schnäppchenjäger: Im Rathaus von Forst (Lausitz) sind diverse herrenlose Fahrräder eingelagert, die jetzt versteigert werden sollen.

Die öffentliche Fundsachen-Auktion findet am Mittwoch, 8. Juli 2026, ab 15 Uhr in der Tiefgarage des Rathauses (Lindenstraße 10-12) statt.

Stadtsprecherin Susanne Joel kündigt an: „Versteigert werden ausschließlich Fahrräder, die im Fundbüro der Stadt abgegeben, jedoch nicht von ihren Eigentümerinnen oder Eigentümern abgeholt wurden.“

Gefundene Fahrräder werden in Forst versteigert

Alle Jahre wieder kommen in Forst Fund-Fahrräder unter den Hammer, wenn die eigentlichen Besitzer unbekannt bleiben. Die Regel lautet: Wird ein Fundrad durch den Eigentümer nicht abgeholt und wurde zugleich auch kein Eigenbedarf des Finders angemeldet, gibt die Stadt das herrenlose Rad nach mindestens sechs Monaten zur Versteigerung frei.

Fahrradversteigerungen werden meistens einmal jährlich, bei einem großen Bestand an Fundsachen auch zweimal jährlich durchgeführt. Vor einer Versteigerung wird der Wert des Rades geschätzt und als Mindestgebot festgesetzt. Zuletzt bewegten sich die Mindestgebote mehrheitlich zwischen fünf und 25 Euro. Für ein hochwertiges Elektrofahrrad können aber auch schon mal 150 Euro aufgerufen werden.

Bei der jüngsten Fundsachenversteigerung wurden rund 45 Fahrräder angeboten. Etwa die Hälfte der Fahrräder konnte versteigert werden.

Versteigert wird gegen Barzahlung direkt im Rathaus

Auch diesmal haben Interessenten noch vor Beginn der Versteigerung die Möglichkeit, die Fundräder in der Tiefgarage des Rathauses zu begutachten. Die Besichtigung ist ab 14.30 Uhr möglich. Für alle, die fündig werden, gilt: Versteigert wird gegen Barzahlung direkt vor Ort.

Susanne Joel betont weiter: „Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Fundräder nicht auf ihre Verkehrstauglichkeit und -sicherheit geprüft wurden. Jegliche Haftung bei Mängeln wird ausgeschlossen.“ Ein Umtausch nach der Ersteigerung ist demnach nicht möglich.

Fahrräder sind online im „Fundbüro Deutschland“ einsehbar

Ein Großteil der angebotenen Fahrräder ist bereits auf der Onlineplattform „Fundbüro Deutschland“ einsehbar. Die Plattform wird bundesweit betrieben. Das Online-Fundbüro von Forst (Landkreis Spree-Neiße) ist seit dem Sommer 2025 daran gekoppelt. Es kann auch über die Internetseite der Stadt www.forst-lausitz.de besucht werden. Forster haben also von beiden Internetseiten aus die Möglichkeit, rund um die Uhr online nach verlorenen Gegenständen in ihrer Stadt zu suchen.

Was speziell Fundräder angeht, so werden derzeit 30 online aufgelistet. Darunter finden sich alle möglichen Arten: Herrenräder, Damen- und Kinderräder, Mountainbikes, E-Bikes, ein Trekking- und ein Cityrad. Auch die Liste der Hersteller ist bunt, sie reicht von Prophete über Diamant oder Pegasus bis zu den Topmarken Giant und Cube.

Finderlohn ist Angelegenheit zwischen Finder und Verlierer

Eine Versteigerung anderer Fundsachen erfolgt in Forst grundsätzlich nicht, wie Stadtsprecherin Susanne Joel weiter erklärt. Gründe hierfür sind demnach unter anderem möglicherweise vorhandene personenbezogene Daten, die geschützt werden müssen, hygienische Aspekte oder die fehlende Nutz- beziehungsweise Werthaltigkeit vieler gefundener Gegenstände.

Die Stadt Forst geht einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung: Jetzt ist auch das Fundbüro online verfügbar.

Die Stadt Forst geht einen weiteren Schritt in Richtung Digitalisierung: Seit 2025 ist auch das Fundbüro online verfügbar.

Susanne Joel/Stadt Forst (Lausitz)

Zum Beispiel sind gefundene Handys durch Schäden oftmals nicht mehr wirklich nutzbar. Auch für andere Gegenstände, die nicht abgeholt werden, gilt: Nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von sechs Monaten wird aussortiert und vernichtet.

Ein gesetzliches Vorkaufsrecht für Finder besteht übrigens nicht. Allerdings kann ein Finder bei der Abgabe einer Fundsache im Fundbüro erklären, dass er nach dem halben Jahr Aufbewahrungsfrist Eigentum an der Fundsache erwerben will, sofern sich bis dahin kein Eigentümer gemeldet hat.

Der Finderlohn ist gesetzlich geregelt und stellt eine privatrechtliche Angelegenheit zwischen Finder und Verlierer dar. Er wird nicht durch die Stadt festgelegt oder ausgezahlt.

So funktioniert das Online-Fundbüro von Forst (Lausitz)

Aufruf über die Internetseite der Stadt: www.forst-lausitz.de Dort unter dem Reiter „Stadt & Verwaltung“ das „Digitale Rathaus“ öffnen.

Über die Rubrik „Fundbüro – Online“ das Online-Fundbüro starten (der Online-Service führt Nutzer auf die Webseite: fundbürodeutschland.de/Portal/12071076/Fundsuche).

Dort können Nutzer nun online die Übersicht der für Forst (Lausitz) registrierten Fundsachen einsehen. Die Übersicht kann nach Kategorie, Fundort, Verlustdatum oder -ort gefiltert werden. Über ein freies Eingabefeld ist auch die direkte Eingabe von Suchbegriffen wie „Schlüssel“, „Handy“ oder „Brieftasche“ möglich.

(has)