Treideln zwischen Greifswald und Wieck
: Schwalbenfreunde „Kleine Elster“ bewerben sich um Startplatz

Zwischen Greifswald und Wieck ist es ein kleines Volksfest. Zum maritimen Saisonauftakt wird die „Weisse Düne“, ein 180 Tonnen schweres und 45 Meter langes Segelschiff, von zehn starken Frauen und Männern gezogen. Weshalb Finsterwalder dafür trainieren.
Von
Frank Claus
Finsterwalde
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Probelauf fürs Treideln des Segelschiffes "Weisse Düne" von Greifswald bis nach Wieck. Die Schwalbenfreunde Kleine Elster haben sich auf dem Marktplatz Finsterwalde mächtig in die Seile gelegt.

Frank Claus

Neue Kontakte knüpfen — kulinarische und touristische — das will das Finsterwalder Brauhaus. Es erfährt dafür Unterstützung vom Landkreis und dem hiesigen Tourismusverband. Was mit einer Bierladung aus Finsterwalde begann, die nun auf dem Segelschiff „Weisse Düne“ ständig an Bord ist, hat längst weitere Initiativen ausgelöst. Elbe–Elster und nun auch Brandenburg noch besser in Mecklenburg–Vorpommern zu vermarkten, das ist das Ziel.

Darauf sind inzwischen auch die Tourismus–Marketing Brandenburg GmbH (TMB) und der Verband pro agro aufmerksam geworden. Beide wollen sich sprichwörtlich mit in die Seile legen, um das Land und ganz speziell auch den Brandenburg–Tag in Finsterwalde an der Küste mitzuvermarkten.

Touristisch spektakulär soll am 22. April das Schiff wie in früheren Zeiten über eine Länge von etwa vier Kilometern vom Museumshafen Greifswald bis ins Fischerdörfchen Wieck auf dem Fluss Ryk getreidelt werden.

Finsterwalder Brauhaus sucht Treidler

Das Brauhaus sucht dafür eine Mannschaft, die sich ins Zeug legt. Transport, Verpflegung und die Übernachtung in den Kojen des Segelschiffes werden finanziert. Die Schwalbenfreunde „Kleine Elster“ sind das erste Team, das sich beworben hat. Und das beim Probelauf auf dem Finsterwalder Marktplatz Riesenspaß hatte. Gezogen wurde dort zwar kein Schiff, dafür aber ein mit einem Auto beladener Abschleppwagen.

Einsetzender Regen und kalter, böiger Wind konnte die Tatkraft nicht bremsen. Lisa–Maria Zacher, die Sprecherin der Schwalbenfreunde, weiß nun, was zu tun ist: Trainieren. „Ich habe da schon eine Idee. Ich setze mich auf einen Kremser und lass mich von den Jungs ziehen“, sagte sie und griente.

Bewerbungen bis zum 22. März per E–Mail an: thomas.Rimpel@oppitz-dienstleistungen.de