In drei Kategorien – Land- und Naturtourismus, Direktvermarktung und Ernährungswirtschaft – vergibt der Verband pro agro auf der Grünen Woche Marketingpreise. Unter den neun Preisträgern sind drei aus Elbe-Elster. 36 Bewerbungen aus allen Sortimentsbereichen, allen Landesteilen und jeder Unternehmensgröße habe der Verband erhalten.
Auf Anhieb sind die Elbe-Elster Heimathäppchen auf Platz 1 in der Kategorie Land- und Naturtourismus gelandet. Das Konzept, das einfach klingt – nämlich Produzenten und Gasthöfe aus Elbe-Elster zu Partnern zu machen – hat, so die Überzeugung der Jury, seinen Praxistest bestanden.

Lokale Erzeuger und Gastronomie in Elbe-Elster kommen zusammen

Erzeuger, die vor Ort hergestellte und mit dem Regionalsiegel Elbe-Elster zertifizierte Lebensmittel produzieren, werden von der Landkreisverwaltung mit lokalen Gastronomen bekannt gemacht. Daraus entsteht ein köstliches Rezept, in welchem das gesiegelte Produkt eine wichtige Grundzutat der Kreation darstellt.
Elbe-Elster-Marketingkoordinatorin Janie Niederstraßer präsentiert hier Rezepte für Elbe-Elster-Heimathappen, die in Zusammenarbeit mit der regionelen Gastronomie entstehen.
Elbe-Elster-Marketingkoordinatorin Janie Niederstraßer präsentiert hier Rezepte für Elbe-Elster-Heimathappen, die in Zusammenarbeit mit der regionelen Gastronomie entstehen.
© Foto: Frank Claus
Elbe-Elsters Marketingkoordinatorin Janine Niederstraßer sieht noch viel Potenzial in den Heimathäppchen. „Wir wollen helfen, dass sie ständiger Bestandteil in Picknickkörben sind oder Pausen bei Ausflügen damit noch köstlicher werden.“ Und kleine Buffets, auch in Firmen, könnten künftig noch stärker mit Heimathappen lukullischer Genuss und optischer Blickfang werden.

Rankenpatenschaften im Finsterwalder Brauhaus

Eine originelle und verbindende Initiative kommt aus dem Finsterwalder Brauhaus. Die Rankenpatenschaften, aus denen grüngehopftes Jahrgangsbier entsteht, hat nicht nur zu einer neuen Bierkreation, sondern vor allem zu noch mehr Kundenbindung geführt. Pro agro war das in der Kategorie Direktvermarktung einen zweiten Platz wert.
Grüngehopftes Bier, den Grünen Bock, stellt das Brauhaus Finsterwalde auf der Grünen Woche in Berlin vor.
Grüngehopftes Bier, den Grünen Bock, stellt das Brauhaus Finsterwalde auf der Grünen Woche in Berlin vor.
© Foto: Frank Claus
Kunden und Gäste übernehmen die Patenschaft über eine Hopfenranke, die entweder im brauhauseigenen Hopfengarten oder im privaten Garten gepflegt wird. Die Patenschaft dauert von Mai bis September und mündet in der gemeinschaftlichen Hopfenernte und dem Einbrauen der frischen Dolden zum „Grüngehopften Jahrgangsbier“.
Es wird im Gegensatz zu normalem Bier also nicht mit getrocknetem, sondern eben mit frischem, grünem Hopfen gebraut. Braumeister Markus Klosterhoff: „Mit den Biergenießern auf Augenhöhe. Das macht so viel Spaß und bringt uns auch neue Anregungen. Wunderbar, wenn auf diese Weise die Familie der Fans der Klein- und Gasthausbrauereien wächst.“

Brot, das es nur auf Vorbestellung gibt

In der Kategorie Direktvermarktung hat auch die Bäckerei Dorn aus Wahrenbrück die Juroren mit ihrer Backidee – Vom Teller ins Brot – wechselnde Saisonbrote – überzeugt. Wer verarbeitet sonst schon Suppengrün, Grünkohl, Knacker – Lebensmittel, die sonst auf Brandenburger Tellern landen, im Brot? An jedem Freitag sind die Saisonbrote, von der würzigen „Bärlauch-Kruste“ über die Spargel-Spezials bis zum „Herbstkrusti“, nur noch auf Vorbestellung zu haben. „Das machen wir auch, weil wir das Wegwerfen von Brot minimieren wollen“, sagt Bäckermeister Stefan Dorn.
Immer wieder neue Saisonbrote kreiert die Bäckerei Dorn aus Wahrenbrück: hier je ein Rotkohl-Walnuss- und ein Grünkohl-Knacker-Brot.
Immer wieder neue Saisonbrote kreiert die Bäckerei Dorn aus Wahrenbrück: hier je ein Rotkohl-Walnuss- und ein Grünkohl-Knacker-Brot.
© Foto: Frank Claus
Die enge Kooperation mit Erzeugern aus der Region sei selbstverständlich. Pro agro ist das Platz drei wert. Die Preise hat in der Brandenburghalle Brandenburgs Landwirtschaftsminister Axel Vogel (Grüne) übergeben.