Ein Hilferuf aus Südafrika hat das Finsterwalder Sänger- und Kaufmannsmuseum dieser Tage erreicht. Es geht um jüdisches Leben in Finsterwalde. Von 1909 bis 1938 hat die jüdische Familie von Martha und Emil Galliner in Finsterwalde gelebt. Aus dem in der Berliner Straße gegründeten Geschäft entwickelte sich nach dem Ersten Weltkrieg das größte Kaufhaus in der Region. Das Unternehmen wurde wie auch das Wohnhaus in der Forststraße nach der Progromnacht 1938 enteignet.

Potsdam

Seit einigen Jahren erforscht die in Südafrika lebende Urenkelin Jeanine Hack das Leben ihrer Urgroßeltern Martha und Emil. In ihrem vor zwei Jahren erschienen Buch „Epitaph Of No Words“ beschreibt sie deren Leben in Finsterwalde und ihre Flucht über Wladiwostok und Schanghai nach Namibia, die USA und schließlich bis nach Südafrika.

Wer kann zu den zwei historischen Fotos aus Finsterwalde was erzählen?

Jeanine Hack hat dem Sänger- und Kaufmannsmuseum jetzt zwei Aufnahmen geschickt. Sie sind zwischen 1933 und 1935 in Finsterwalde entstanden. Jeanine Hack möchte gern mehr über die darauf abgebildeten Personen wissen. Wer eine der abgebildeten Personen erkennt oder etwas über die Umstände der Entstehung der Aufnahmen weiß, kann sich dazu an das Sänger- und Kaufmannsmuseum wenden. Es ist unter Tel. 03531 30783 oder per Mail an kreismuseumfinsterwalde@lkee.de zu erreichen.