Das Corona-Aktionsprogramm der Sparkasse Elbe-Elster „Wir kaufen weiterhin rEEgional – heute bezahlen & Ware gibt’s später“ ist angelaufen. Wer auch künftig die regionalen Geschäfte und Gastronomieeinrichtungen nutzen will, die jetzt von den Schließungen betroffen waren oder noch sind, kann einen Beitrag auf das eingerichtete Aktionskonto DE55 1805 1000 9000 1000 00 einzahlen und dem zu unterstützenden Unternehmen direkt zuschreiben.

Vorstandsassistent Thomas Hettwer berichtet, dass sich bis zum vergangenen Freitag ohne viel Bürokratie 50 Unternehmen dafür angemeldet haben und erste Überweisungen eingegangen sind. Die Einzahler können bequem von zu Hause aus unter www.spk-elbe-elster.de das Unternehmen anklicken, das sie unterstützen wollen und direkt ihr Geld überweisen. Dafür bekommen sie einen Gutschein über die entsprechende Summe zugeschickt, der, sobald die Restaurants, Geschäfte und Unternehmungen wieder geöffnet sind, dort eingelöst werden kann. „Die Gutschrift erreicht das Unternehmen noch am gleichen Tag, damit mögliche Liquditätsengpässe überwunden werden können“, versichert Hettwer.

Für Elsterwerdaer Hotelbetrieb ein „Minitropfen auf den heißen Stein“

Im Hotel & Restaurant Weißes Roß in Elsterwerda freut man sich über die Aktion. Inhaberin Doreen Strehle von der Strehle & Lippitsch GbR sagt: „Dabei mitzumachen, war für uns selbstverständlich. Es ist eine schöne Geste. Für uns waren es bis jetzt zwei Gutscheine. Das rettet uns nicht. Es ist ein Minitropfen auf den heißen Stein, wenn man bedenkt, dass wir 1800 Euro im Monat für Strom bezahlen.“

Im „Weißen Roß“ im Zentrum von Elsterwerda wartet man wie in anderen Gastronomie- und Beherbungsbetrieben darauf, dass man wieder Gäste empfangen darf. „Im Moment können wir nicht einmal Auskunft geben, wann das sein wird. Wir hängen mit unseren neun Mitarbeitern inklusive Aushilfen voll in der Luft“, sagt Doreen Strehle. Gerade die Monate April und Mai seien extrem starke Monate für ihren Betrieb. Ostern, Familienfeiern, Jugendweihen – alles falle flach. „Und das geht noch weiter. Wir können nur abwarten, wann mit welchen Auflagen und Regeln wir wieder öffnen dürfen.“

Im Finsterwalder Spielzeugladen half es, Rechnungen zu bezahlen

Bei miniMAXI, ein Spielwarengeschäft am Finsterwalder Markt, ist Inhaberin Nadine Zierenberg dabei, alles für die Wiedereröffnung am Mittwoch vorzubereiten. „Die Schließzeit hätte nicht länger dauern dürfen“, sagt sie. Gerade mit dem komplett weggebrochenen Ostergeschäft hatte die Corona-Krise sie in einer hochsensiblen Phase erwischt. „Wir durften ja nicht einmal an der Tür verkaufen. Das Ausliefern hat deutlich mehr Arbeit bedeutet. Ein eigener Gutscheinverkauf ging nicht, da die Kasse nicht an sein durfte“, erzählt sie. Insofern sei die Gutscheinaktion der Sparkasse Elbe-Elster „ganz gut“. „Es war Werbung für uns und half im Moment die Rechnungen zu bezahlen.“

Ab Mittwoch, 22. April, wird Nadine Zierenberg mit Gesichtsmaske arbeiten und Kunden nur einzeln in den Laden lassen. Auch einen Spuckschutz für den Kassenbereich will sie noch basteln und „für die Leute, die nicht wissen wie viel 1,50 Meter ist, Markierungen auf den Boden kleben.“