Der Landkreis Elbe-Elster hat am Montag (4. Januar) 21 neue Coronainfektionen registriert. Die Inzidenzzahl für Elbe-Elster liegt damit bei 440. Der Landkreis gehört so weiter zu den Regionen in Deutschland, in denen das neuartige Coronavirus am stärksten in Umlauf ist.

Größere Meldeverzögerung vom Kreis zum RKI

Über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel kam es in Elbe-Elster zu größeren Verzögerungen bei der Meldung neuer Coronafälle vom Gesundheitsamt an das Robert Koch Institut. Das führt dazu, dass in den Statistiken des RKI zum Infektionsgeschehen im Kreis nicht alle Fälle gezählt werden, da neu ans RKI gemeldete Fälle, die älter sind als sieben Tage, dort nicht gezählt werden. Das betrifft in Elbe-Elster aktuell mehr als ein Viertel der registrierten Fälle und führt zu einer Diskrepanz zwischen den vom Landkreis und dem RKI gemeldeten Fallzahlen.

Cottbus/Jülich

Mehr als die Hälfte der Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt

Anhand der seit dem positiven Test vergangenen Zeit zählt der Landkreis aktuell 905 Coronainfektionen als „aktiv“, das heißt, der Test ist nicht älter als 14 Tage. 44 Covid-Patienten werden in Elbe-Elster momentan im Krankenhaus behandelt. Zehn von ihnen liegen auf der Intensivstation, sieben dieser Menschen müssen invasiv beatmet werden.
Mehr als die Hälfte der Betten auf Intensivstationen in Elbe-Elster sind damit aktuell mit Coronapatienten belegt. Die Krankenhäuser im Kreis melden am 4. Januar insgesamt 18 zur Verfügung stehende Intensivbetten, von denen sieben frei sind und nur eines für Patienten ohne Coronainfektion genutzt wird. Mitte Dezember hatten die Krankenhäuser in Elbe-Elster noch 28 vorhandene Intensivbetten gemeldet.
In Elbe-Elsters Nachbarkreisen bleibt die medizinische Versorgungslage kritisch: In Oberspreewald-Lausitz sind die örtlichen Intensivkapazitäten schon seit Ende November fast durchgehend ausgelastet und gibt es auch aktuell keine freien Betten. In Teltow-Fläming sind zwei von 13 Betten frei, im sächsischen Kreis Meißen nur zwei von 65. Mehr Kapazitäten melden Dahme-Spreewald und die sächsischen Kreise Wittenberg und Nordsachsen mit je circa 30 Prozent freien Intensivbetten.

Finsterwalde/Herzberg

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels wurde eine falsche Inzidenzzahl aus dem Statusbericht des Landkreises übernommen. Die Inzidenzzahl für Elbe-Elster lag am 4. Januar bei 440, nicht 480.