Die Corona-Lage in Elbe-Elster bleibt dramatisch. Der Landkreis meldete am Mittwoch, dem 6. Januar, 142 neu registrierte Infektionen mit dem Virus. Damit gibt es nach den niedrigeren Infektionszahlen über den Jahreswechsel und nach dem Wochenende keinen Trend in Richtung einer Entspannung. Die Sieben-Tages-Inzidenzzahl liegt mit der neuen Meldung bei 429,2.

Sieben weitere Todesfälle

Wie schon am Vortag mussten auch wieder viele Todesfälle im Kreis verzeichnet werden. Der Landkreis meldete am Mittwoch sieben Tote, insgesamt liegt die Zahl der Verstorbenen in der Pandemie in Elbe-Elster damit bei 78.
Dem Landkreis zufolge werden aktuell 43 Menschen mit Covid-19 stationär in den Krankenhäusern behandelt. Im DIVI-Intensivregister melden die Kliniken in Elbe-Elster zehn Corona-Patienten auf der Intensivstation, von denen sieben intensivmedizinisch beatmet werden müssen. Den Daten zufolge sind aktuell sechs Intensivbetten im Kreis frei.

Finsterwalde/Herzberg/Elsterwerda

Dunkelziffer von Infektionen unklar

Unklar ist aktuell, wie viele Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nicht erkannt werden. Für die Zahl der durchgeführten Tests gibt es keine regional aufgeschlüsselten Daten, insgesamt ist diese über die Feiertage und den Jahreswechsel stark zurück gegangen: Wurden vor den Weihnachtsfeiertagen noch knapp 1,6 Millionen Tests wöchentlich durchgeführt, waren es in der ersten Januarwoche nur gut 700 000. Der Anteil der positiven Tests auf das Coronavirus unter den analysierten Proben ist in der zweiten Welle der Pandemie stetig gestiegen und lag zuletzt bei 16,4 Prozent.

Herzberg/Finsterwalde

Erste Impfungen in Elbe-Elster

Der Landkreis kündigte am Mittwoch die Eröffnung des Impfzentrums in Elsterwerda für den 18. Januar an. Einem Kreissprecher zufolge wurden erste Termine für Impfungen im Pflegeheim „Albrecht Schweizer“ in Herzberg vereinbart. Ein mobiles Team des Deutschen Roten Kreuz vom Impfzentrum Cottbus soll dort 40 Bewohner und 50 Beschäftigte impfen. Weitere Impfungen soll es in der kommenden Woche am Standort des Pflegeheims in Doberlug Kirchhain geben. Seit Dienstag werden dem Kreis zufolge Mitarbeitende des Elbe-Elster-Klinikums, des Rettungsdienstes und des öffentlichen Gesundheitsdienstes mit dem Impfstoff versorgt.