Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Elbe-Elster bleibt im tiefroten Bereich. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner) steht aktuell bei 524,4. Der Wert liegt damit deutlich über der roten Warnschwelle von 50, meldet das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung. In Elbe-Elster wurden bis zum Donnerstagvormittag (17. Dezember) vier neue Todesfälle und 92 Neuinfektionen in der Coronavirus-Pandemie registriert. Das ist ein Plus von 19 Neuinfektionen im Vergleich zu der Erhebung von Mittwoch.

Herzberg/Finsterwalde

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sprach am Donnerstag davon, dass Landräte im Süden Brandenburgs erwägen, den Katastrophenfall auszurufen. Auch in Elbe-Elster? „Das ist nicht auszuschließen, momentan aber noch ein Gedankenspiel“, wie Kreissprecher Torsten Hoffgaard sagt.

Großschadenslage in Elbe-Elster wird zum Thema

Denn: „Derzeit ist die Situation noch händelbar.“ Eine Großschadenslage träte beispielsweise ein, „wenn das Personal und die Kapazitäten in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen so knapp wird, dass die Grundversorgung der Bevölkerung auch außerhalb von Corona gefährdet ist“, erklärt Hoffgaard. Neben Landesbehörden treten dann die Katastrophenschutzbehörden der Kreise in Aktion. Beispielsweise können dann auch Feuerwehrleute und das Technische Hilfswerk eingesetzt werden, um Maßnahmen gegen Corona-Infektionen zu unterstützen.

Bad Liebenwerda/Elsterwerda

Aus der Erfahrung zahlreicher Kontrollen in Gemeinden, Städten und Ämtern zwischen Elbe und Elster weist das Ordnungsamt des Landkreises noch einmal auf die strikte und korrekt angewendete Maskenpflicht hin. „Im Land Brandenburg müssen Personen, die vorsätzlich dagegen verstoßen, mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro rechnen“, sagt Ordnungsamtsleiter Reiner Sehring.

Maskenverweigerern drohen Bußgelder bis zu 250 Euro

Wiederholungstätern und notorischen Maskenverweigerern drohen demnach Bußgelder bis zu 250 Euro. „Wichtig ist: Die Mund-Nasen-Bedeckung muss immer richtig getragen werden. Die Pflicht bezieht sich auf das Bedecken von Mund und Nase. Viele tragen ihren Mund-Nasen-Schutz leider falsch – nämlich unter der Nase“, sagt Reiner Sehring. Das sei die Erfahrung, die seine Kontrolleure täglich machen.