Nachdem die Inzidenzzahl von Corona-Neuinfektionen am Wochenende die Marke von 200 überschritten hat, ist auch im Landkreis Elbe-Elster mit weiteren Schritten zur Eindämmung der Pandemie zu rechnen.
Aktuelle Zahlen positiver Tests hat der Landkreis zuletzt am Samstag veröffentlicht. Mit den dann gemeldeten Infektionen lag die Inzidenzzahl bei 204,3. Für den Fall, dass die Marke von 200 überschritten wird, hatte Elbe-Elsters Gesundheitsdezernent Roland Neumann strengere Maßnahmen angekündigt. Genauere Informationen zu neuen Regeln veröffentlichte der Landkreis bis zum Montagnachmittag aber noch nicht.

Herzberg / Finsterwalde

Im benachbarten Kreis Oberspreewald-Lausitz, wo sich das Infektionsgeschehen innerhalb der zweiten Welle der Pandemie schon etwa zwei Wochen vor der Entwicklung in Elbe-Elster beschleunigt hat und die Inzidenzzahl seit dem 22. November über 200 liegt, gelten ab Montag neue Regeln zum Infektionsschutz. Dazu gehört eine erweiterte Maskenpflicht in Schulen und abwechselndert Präsenzunterricht in kleineren Gruppen, ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit und eine Beschränkung von Besuchen in Pflegeheimen.

Kapazitäten in Krankenhäusern werden knapp

Die Situation in den Krankenhäusern des Kreises spitzt sich währenddessen weiter zu: Am Montag wurden in Elbe-Elster nur noch drei von 35 Betten auf Intensivstationen als frei gemeldet. Die Verknappung ist nicht nur einer steigenden Zahl von Covid-19 Patienten geschuldet – höhere aktuelle Infektionszahlen schlagen sich mit dem Fortschreiten der Erkrankungen erst mit Verzögerung in den Fällen im Krankenhaus nieder. In Elbe-Elster bedürfen aktuell aber auch mehr Menschen ohne Corona-Infektionen intensivmedizinische Behandlung, sie machen aktuell 25 belegte Intensivbetten aus. Sieben Covid-Patienten liegen auf der Intensivstation, drei davon müssen intubiert und künstlich beatmet werden.
Während die Kliniken in Oberspreewald-Lausitz seit langem vollständig oder nahezu ausgelastet sind, melden Elbe-Elsters sächsische Nachbarkreise Wittenberg und Nordsachsen aktuell relativ wenige Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung und mehr freie Betten. In Meißen ist die Lage dagegen ebenfalls angespannt.