Bundestagswahl 2025: Nur zwölf Parteien auf dem Stimmzettel in Brandenburg

Zwei Stimmen hat jeder Wähler am 23. Februar bei der Bundestagswahl. Im Vergleich zu früheren Wahlen ist die Auswahl an Parteien bei dieser Wahl in Brandenburg allerdings deutlich kürzer.
Patrick Pleul/ dpa- Bei der Bundestagswahl 2025 in Brandenburg stehen nur zwölf Parteien zur Wahl.
- Bekannt sind SPD, CDU, AfD, Grüne, Linke, FDP, Freie Wähler und Bündnis Sahra Wagenknecht.
- Kleinparteien wie MLPD, Volt, Die Partei und Bündnis Deutschland sind ebenfalls dabei.
- Parteien wie NPD und DKP treten nicht an; Tierschutzpartei hat es überraschend nicht geschafft.
- Vier Kleinparteien scheiterten an der nötigen Unterstützung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 werden auf dem Stimmzettel in Brandenburg zwölf Parteien zur Auswahl stehen. Das hat der Landeswahlleiter nach der Sitzung des Landeswahlausschusses am Freitag (24. Januar) bekannt gegeben. Die Teilnahme von vier Parteien, die ebenfalls alle Unterlagen eingereicht hatten, wurden vom Ausschuss abgelehnt.
Bei den großen, bekannten Parteien bleibt alles wie bekannt. SPD, CDU, AfD, Linke, Grüne, das Bündnis Sahra Wagenknecht und auch die Freien Wähler sind ebenso auf dem Wahlzettel zu finden wie die FDP, obwohl es bei dieser tatsächlich einen Einspruch gegen die Teilnahme gegeben hatte. Dieser wurde vom Landeswahlausschuss allerdings verworfen.
Hinzu kommen in Brandenburg die Satirepartei Die Partei, die europa-orientierte Kleinpartei Volt, die vom Verfassungsschutz als linksextrem eingeschätzte MLPD sowie das rechts-konservative Bündnis Deutschland.
Bundestagswahl 2025: Tierschutzpartei schafft es in Brandenburg nicht auf den Stimmzettel
Vier weitere Kleinparteien haben hingegen laut Landeswahlleiter nicht die nötige Anzahl der gesetzlich geforderten Unterstützungsunterschriften von Wahlberechtigten aus dem Land Brandenburg einsammeln können. Dies war im Vorfeld der Wahl von vielen Kleinparteien kritisiert worden, da trotz verkürzter Frist durch die vorgezogene Neuwahl die Zahl der Unterschriften unverändert hoch blieb. Die Kleinparteien hatten so weniger Zeit, die in Brandenburg benötigten 2000 Unterstützer zu finden.
Betroffen davon sind die aus dem Querdenker-Milieu stammende Partei die Basis, Mera 24 sowie die Partei des Fortschritts. Überraschend ebenfalls nicht auf den Wahlzettel hat es die Tierschutzpartei geschafft, die bei der Wahl 2021 mit 2,6 Prozent noch das beste Ergebnis der Kleinparteien in Brandenburg geholt hatte.
Für die Wähler in Brandenburg wird sich nun bei der Bundestagswahl am 23. Februar dieses Bild (in der Reihenfolge auf dem Stimmzettel) ergeben:
- 1. Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
- 2. Alternative für Deutschland (AfD)
- 3. Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
- 4. Freie Demokratische Partei (FDP)
- 5. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE/B 90)
- 6. Die Linke (Die Linke)
- 7. FREIE WÄHLER (FREIE WÄHLER)
- 8. Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI)
- 9. Volt Deutschland (Volt)
- 10. Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (MLPD)
- 11. BÜNDNIS DEUTSCHLAND (BÜNDNIS DEUTSCHLAND)
- 12. Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit (BSW)
Bundestagswahl 2025: Weniger extreme Parteien auf dem Zettel
Für eine dieser zwölf Parteien können sich die Brandenburger Wähler am 23. Februar mit ihrer Zweitstimme entscheiden. Das Kreuz für die Erststimme müssen sie hingegen bei einem Direktwahlkandidaten aus ihrem Wahlkreis machen. Über deren Zulassung haben parallel die Kreiswahlausschüsse beraten.
Bei der Bundestagswahl 2021 hatten noch 19 Parteien in Brandenburg auf dem Wahlzettel gestanden. 2017 waren es 16 Parteien. Auffällig ist das Fehlen bisher immer auf dem Stimmzettel erscheinender extremistischer Parteien wie NPD (jetzt Heimat) oder DKP. Diese hatten diesmal gar keinen Versuch unternommen, Wahlunterlagen einzureichen. Auch die Maaßen-Partei Werte-Union oder der extremistische Dritte Weg, die zuletzt bei Europa- und Landtagswahlen in Brandenburg kandidiert hatten, stehen diesmal nicht zur Wahl.
Gegen die heutigen Entscheidungen des Landeswahlausschusses können bis zum Ablauf des 27. Januar 2025 Beschwerden an den Bundeswahlausschuss eingelegt werden, der darüber am 30. Januar 2025 befinden wird.


