Bombe bei Finsterwalde: Drei Fliegerbomben müssen vor Ort gesprengt werden

Ein Mitarbeiter von der Kampfmittelbergung Cottbus GmbH bereitet die Fundstücke zur Bergung vor. Insgesamt 29 Bomben und drei Raketen wurden auf dem ehemaligen Militärflugplatz Finsterwalde-Schacksdorf entdeckt. Drei von ihnen müssen vor Ort gesprengt werden.
Steve Joseph- Auf dem Flugplatz Finsterwalde-Schacksdorf wurden 29 Bomben und drei Raketen gefunden.
- Drei bezünderte Bomben können nicht abtransportiert werden – sie werden vor Ort gesprengt.
- Die kontrollierte Sprengung ist für Freitag gegen 10 Uhr geplant.
- Anwohner gelten als nicht gefährdet, nächste Wohnbebauung liegt rund 800 Meter entfernt.
- Die Südstraße wird am Gelände kurzfristig gesperrt, das Areal wird für einen Solarpark untersucht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Finsterwalde-Schacksdorf wurden bei einer geplanten und genehmigten Kampfmittelsondierung explosive Altlasten entdeckt. Darunter Munition sowie 29 Bomben und drei Raketen.
Das Areal wird vor der geplanten Errichtung eines großen Solarparks mit Batteriespeicher untersucht. Die KBC Kampfmittelbergung Cottbus GmbH hat den Auftrag übernommen.
Nach Angaben von Enrico Schnick vom Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) des Landes Brandenburg handelt es sich um russische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg, bei denen die meisten Zünder neben den Bombenkörpern lagen, sowie Raketen. Insgesamt konnten Amtsdirektor Marten Fronzek und Ordnungsamtleiter Tino Lehmann vom Amt Kleine Elster am Donnerstag (18. Juni) 29 aufgeladene Fundstücke begutachten.
Außerdem wurde der Überrest einer deutschen Flugabwehrkanone (Drilling) gefunden, bei der ursprünglich jeweils drei für Flugzeuge entwickelte MG 151-Bordwaffen auf einem Drehsockel montiert worden waren.
Drei Bomben werden kontrolliert in Finsterwalde gesprengt
Drei Bomben, die bezündert waren, konnten allerdings nicht abtransportiert werden. Diese müssen vor Ort gesprengt werden. „So ist für morgen, Freitag, gegen 10 Uhr eine kontrollierte Sprengung der Kampfmittel geplant“, erklärt Enrico Schnick vom KMBD.

Guido Kuschinsky (v.li.), Enrico Schnick, Christopher Ulke und Jörg Seeger vom KMBD (Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg) präsentieren ihren außergewöhnlichen Fund an Bomben und Raketen aus dem Zweiten Weltkrieg.
Mario SandersAnwohnerinnen und Anwohner sind nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht gefährdet, da die nächste Wohnbebauung rund 800 Meter entfernt liegt. Trotzdem wird die Südstraße am ehemaligen Militärflugplatz Finsterwalde-Schacksdorf kurzfristig für den Verkehr gesperrt, gibt Tino Lehmann vom Amt Kleine Elster bekannt.

