Zertifizierung
: Tourist-Info in Bad Liebenwerda gehört zu den Besten deutschlandweit

Qualitativ gehört die runderneuerte Tourist-Information in Bad Liebenwerda nicht nur zu den besten Anlaufpunkten im Land Brandenburg, sondern auch bundesweit. Hausaufgaben gibt es von der Prüferin dennoch.
Von
Manfred Feller
Bad Liebenwerda
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  • Die Tourist-Information in Bad Liebenwerda ist erfolgreich zertifiziert worden.

    Die Tourist-Information in Bad Liebenwerda ist erfolgreich zertifiziert worden.

    Frank Claus
  • Zu den originellen Angeboten der Tourist-Information in der Kursstadt gehört diese Postkarte.

    Zu den originellen Angeboten der Tourist-Information in der Kursstadt gehört diese Postkarte.

    Foto: Tourist-Information
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Mit einer Traumpunktzahl weit über dem Landesdurchschnitt hat die Tourist-Information in Bad Liebenwerda die erneute Zertifizierung gemeistert. Sie erreichte nach der Bewertung der abschließenden 40 Kriterien 111 von 120 Punkten (93 Prozent). Vor drei Jahren sind es noch 98,5 Punkte gewesen. Keine der vier zertifizierten Tourist-Infos in Elbe-Elster habe nach Auskunft von Leiterin Kerstin Jahre mehr Zähler erreicht. Der Landesdurchschnitt liege in Brandenburg bei 81 und der Bundesdurchschnitt bei 80 Prozent der maximal erreichbaren Punktzahl.

Bewertet wurden das Erscheinungsbild außen und innen, die Ausstattung, Beratung und Service, das Leistungs- und Informationsangebot und das Qualitätsbewusstsein.

Viele Punkte besonders hervorgehoben

Besonders hervorgehoben wurden bei der Prüfung unter anderem die zentrale Lage der Tourist-Information, die Gestaltung nach dem Umbau, die Außenpräsentation, die klare, wechselbare Bildsprache, das Hygienekonzept mit den einzigartigen Kurstadt-Mund-Nase-Bedeckungen, die Öffnungszeiten auch an den Wochenenden und das Leistungsangebot mit der Broschürenvielfalt, dem E-Bike-Verleih, dem regionalen Produktangebot, den Souvenirs und dem lokaltypischen Heilmittel Moor, das erworben werden kann.

Großer Wert werde heute, so Leiterin Kerstin Jahre, auf das digitale Angebot gelegt. Die Tourist-Info biete zum Beispiel die Infosäule, WLAN, Infoterminals zur Selbstbedienung und Informationsmöglichkeiten außerhalb der Öffnungszeiten. „Besonders stolz sind wir auf die Einschätzung zum Qualitätsbewusstsein und die Beratung der Gäste“, so Kerstin Jahre. Hierbei wurde die volle Punktzahl erreicht.

Als Kleinstadt zieht Bad Liebenwerda keine Touristenströme an. Dennoch wachse der Zuspruch. An den 270 Öffnungstagen zwischen dem 2. Januar und dem 1. Oktober 2019 besuchten 8800 Gäste die Tourist-Information. Das waren durchschnittlich 33 Personen am Tag. In diesem Jahr, mit zweimonatiger Corona-Schließzeit und 180 Öffnungstagen zwischen Januar und Oktober seien immerhin 7560 Ratsuchende gezählt worden und damit 42 am Tag.

Fahrräder bleiben der Renner

Weil keine Veranstaltungskarten verkauft wurden, sei der Umsatz täglich um durchschnittlich 20 Euro geringer ausgefallen. Dagegen stieg die Fahrradausleihe, bezogen auf die geöffneten Tage, deutlich an. „Wir hatten auch eine starke Nachfrage nach Informationsbriefen über die Kurstadt und deren Umland. Die Anzahl des Vorjahres war bereits im September überschritten“, stellt die Leiterin zufrieden fest.

Ganz zufrieden sei die Prüferin dann doch nicht gewesen. Eine der Hausaufgaben sei, ein Printmedium über die Stadt und die Region in englischer Sprache anzubieten. Daran werde gearbeitet, wird versichert.