Rückkehrer Jens Lunardon aus Döllingen ist nach den Stationen Guben und Dresden wieder in seiner alten Heimat gelandet. Dort betreibt der Fotograf eine Werbeagentur. Aus der sächsischen Landeshauptstadt hat er eine Idee mitgebracht, die dort erfolgreich war, weil sie Menschen und Firmen einer Straße zusammengebracht hat, die sich vorher kaum bis gar nicht gekannt haben. Dabei handelt es sich um ein ganz spezielles Nikolausbüro.
„Wir haben die Idee an den Unternehmerstammtisch herangetragen. Die Firmen wollen mitmachen“, sagt Carola Meißner. In Plessa ist sie als Gästeführerin bestens bekannt. Der Gedanke ist, dass Kinder vor dem Nikolaustag einen leeren Stiefel und ein Spielzeug, das sie nicht mehr brauchen, im Nikolausbüro abgeben. Das Spielzeug wird später Kindern der Umgebung gespendet, die es weniger gut haben.
Im Gegenzug füllen Firmen die Stiefel der spendenfreudigen Kinder. Die Stiefel werden dann anlässlich des Barbaratages am 4. Dezember auf dem historischen Kohlewerksgelände in Plessa, bei der Firma Bothur (August-Bebel-Straße 1), während eines Adventsnachmittags um 15 Uhr vom Nikolaus persönlich übergeben. „Wir rechnen mit Hunderten Kindern und Eltern“, sagt Jens Lunardon.

Bücherstübchen Plessa wird zum Nikolausbüro

Die Stiefel und das Spielzeug können vom 25. November (Freitag) bis zum 2. Dezember (Freitag) im Bücherstübchen im Kulturhaus Plessa, dem Nikolausbüro auf Zeit, an allen Tagen, auch am Wochenende, zwischen 15.30 und 17.30 Uhr abgegeben werden. Ein erwünschter Nebeneffekt: Auf diese Weise wird das ehrenamtlich geführte Bücherstübchen bekannter. Aus Sicht von Jens Lunardon stecke in der Region noch viel mehr Potenzial, wenn Gesellschaft und Wirtschaft sich besser kennenlernen und zusammenarbeiten.