Die Idee ist originell: „Bringt Weihnachtsgeschenke mit, die Euch nicht gefallen, die Ihr doppelt habt oder die Ihr nicht braucht. Wir versteigern sie für einen guten Zweck.“
So wirbt Wolfgang Staemmler, Chef der Band Röderstompers, für die Weihnachtsversteigerung, die seit vielen Jahren zwischen Weihnachten und Silvester in der Gaststätte „Eichhörnchen“ in Reichenhain stattfindet. Auch, was seit Jahren ungenutzt irgendwo daheim rumsteht oder -liegt, darf mitgebracht werden. Was war da nicht schon alles dabei: Kronleuchter, Samowar, Werkzeugsets. Sogar ein Korsett, Dessous, Hackenschuhe. Nichts bleibt beim Auktionator René Schollbach und seinen Gehilfen Jens Gute und Sandy Thomaß liegen.

Nur ein Ziel: Was Gutes tun

Mit flotten Sprüchen, Schmackes und unterlegt mit Kultsongs und heißen Filmmusiken vom Tatort bis zu „Spiel mir das Lied vom Tod“ werden die Gegenstände verhökert. Die Band hat wie das Publikum Riesenspaß und eigentlich nur einen Gedanken: Am Jahresende noch einmal Gutes zu tun. Das Geld der Auktionen kam schon dem Wünschewagen des ASB, dem Kinderhospiz Pusteblume, der Knochenmarkspenderdatei, der Tsunami-Hilfe Sri Lanka und so wie in diesem Jahr auch schon einmal dem HausLeben in Bad Liebenwerda, das sich um Krebskranke und ihre Angehörigen kümmert, zugute.
Stets gut gefüllt nach der Weihnachtsversteigerung der Röderstompers: die kleine silberne Geldschatulle. Seit etwa 15 Jahren veranstalten Jens Gute, Wolfgang Staemmler und René Schollbach das Event zwischen Weihnachten und Silvester.
Stets gut gefüllt nach der Weihnachtsversteigerung der Röderstompers: die kleine silberne Geldschatulle. Seit etwa 15 Jahren veranstalten Jens Gute, Wolfgang Staemmler und René Schollbach das Event zwischen Weihnachten und Silvester.
© Foto: Mona Claus
Eine E-Gitarre erbringt 220 Euro und damit die höchste Tageseinnahme. Gläser, Kochtöpfe, Schlittschuhe, Spazierstöcke, Leuchten, Keramik, haben nun neue Besitzer. Besonders spannend, wenn Black-Boxes – der Inhalt ist unbekannt – versteigert werden. Da soll es Dinge geben, die vom Erwerber im nächsten Jahr gleich wieder angeboten werden. 1705 Euro kamen am 30. Dezember zusammen. Eine Spende, die Onkologe Dr. Stephan Kreher vom Förderverein HausLeben dankend entgegengenommen hat.