Verdienstmedaille in Elsterwerda: Warum der Kirchenmusiker Werner Mlasowsky ausgezeichnet wird

Im Auftrag des Brandenburger Ministerpräsidenten erhält der Kirchenmusiker Werner Mlasowsky (M.) durch Kulturstaatssekretär Tobias Dünow (r.) in der Stadtkirche Elsterwerda die Verdienstmedaille des Landes Brandenburg.
Veit Rösler- Werner Mlasowsky (86) erhält die Verdienstmedaille Brandenburgs für seine Verdienste als Kirchenmusiker.
- Mlasowsky war von 1985 bis 2009 Kantor der evangelischen Kirchgemeinde Elsterwerda.
- Er leitete viele Oratorienaufführungen und Chöre in der Region.
- Die Verdienstmedaille wurde von Ministerpräsident Dietmar Woidke im Jahr 2024 gestiftet.
- Feierliche Übergabe fand am 2. Dezember in Elsterwerda statt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Große Ehre für den langjährigen Kantor der evangelischen Kirchgemeinde Elsterwerda und Kirchenmusiker Werner Mlasowsky (86). In einer feierlichen, aber auch heiteren Zeremonie mit Gesang und Orgelspiel hat er am Montagabend (2. Dezember) im Auftrag des Brandenburger Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke von Kulturstaatssekretär Tobias Dünow (52) vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur die Verdienstmedaille des Landes Brandenburg verliehen bekommen.
Werner Mlasowsky war von 1985 bis 2009 Kantor der evangelischen Kirchgemeinde Elsterwerda. In dieser Zeit habe er sich mit herausragendem Engagement für zahlreiche Oratorienaufführungen und Konzerte eingesetzt. Zu seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten zählten unter anderem Registerproben und Korrepetitionen, also das Einstudieren neuer Stücke in einfacher musikalischer Begleitung.
Darüber hinaus ist Werner Mlasowsky musikalischer Leiter des Jugendchores in der Region Elsterwerda, des Vokalensembles Elbe-Elster sowie des Frauenchors Wahrenbrück.
Verdienstmedaille in Brandenburg ist noch jung
Der ehemalige Landrat Klaus Richter hatte den verdienten Kirchenmusiker schon vor Monaten für die Auszeichnung vorgeschlagen. Die Verdienstmedaille des Landes Brandenburg wurde erst im Frühjahr 2024 in Anerkennung für besondere Leistungen um das Land Brandenburg von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke gestiftet.
Die Medaille wird als Zeichen der Wertschätzung ehrenamtlicher Tätigkeiten oder für die herausragende Erfüllung beruflicher Pflichten bzw. unternehmerischer Leistungen sowie für besondere Einzelleistungen, beispielsweise in den Bereichen Sport, Kunst, Kultur oder Soziales, verliehen.
Werner Mlasowsky wurde am 23. Dezember 1937 in Bautzen geboren. Zunächst wollte er Orgelbauer werden, wobei ihm der damalige Meister empfohlen hatte, sich zunächst als berufliche Grundlage zum Möbeltischler ausbilden zu lassen. Durch die Empfehlung seines Klavier- und Orgellehrers habe er dann fünf Jahre in Halle/Saale Kirchenmusik studiert.

Kaum geehrt und schon wieder an der Orgel - der Kirchenmusiker Werner Mlasowsky.
Veit RöslerVon 1963 bis 1969 war Werner Mlasowsky in Jessen als Kirchenmusiker tätig, bis er bei einem Kirchenkonzert in Bad Liebenwerda seine spätere Frau kennengelernt hatte. Nach dem Umzug nach Bad Liebenwerda ist er neben seiner Tätigkeit in der Möbelfabrik in Wahrenbrück in dem damaligen Altkreis Bad Liebenwerda auch als engagierter Kirchenmusiker unterwegs gewesen.
Von Landkreis und Stadt Elsterwerda bereits geehrt
Er sei dankbar dafür, diese Zeit erlebt zu haben. „Dieses Geschenk durfte ich über 60 Jahre seit meinem Amtsantritt 1963 als Kirchenmusiker und auch als leitender Angestellter in der Möbelindustrie durch Gottes gutes Geleit dankbar erfahren und mich in besondere Projekte einbringen, die, so hoffe ich, an Nachhaltigkeit nicht verlieren“, sagt Werner Mlasowsky heute.
Bereits 2003 hatte er den Kunstpreis des Landkreises Elbe-Elster erhalten. Im Oktober 2024 wurde ihm der Ehrenpreis für kulturelles Engagement während des Bürgerempfangs der Stadt Elsterwerda verliehen. Eine seiner Sternstunden sei die Weihe der restaurierten Orgel in Elsterwerda im Frühjahr dieses Jahres gewesen. Ingelore und Werner Mlasowsky hatten wesentlichen Einfluss an der jetzigen Restaurierung.
„Danken möchte ich allen Familienangehörigen, die mich auf diesem Weg begleitet haben, auch all meinen Kantorenkolleginnen und -kollegen im Kirchenkreis und darüber hinaus. Danken möchte ich allen, die unter meiner Leitung gesungen, mit Instrumenten musiziert, Podeste gebaut und notdürftig verschraubt haben, Plakate und Flyer verteilt und eigenständig für Pausenversorgung, warme und saubere Kirchen und Probenräume gesorgt haben“, so Werner Mlasowsky.
Weihnachtskonzert in der Stadtkirche Elsterwerda
„Es gibt Menschen, die prägen nicht nur ihre Umgebung, sondern hinterlassen Spuren, die weit über den Moment hinausreichen. Heute bekommt unser Werner Mlasowsky eine verdiente Ehrung. Wer Werner kennt, der weiß, dass er nicht nur ein Musiker ist, er ist ein Brückenbauer, ein Wegbereiter und ein Chorvater.
Wir haben das große Glück, schon viele Jahre in verschiedenen Chören unter seiner Leitung zu singen. Seine Proben sind mehr als nur Vorbereitung auf ein Konzert. Sie sind ein Erlebnis“, bringt es René Herrmann von der Kirchgemeinde Elsterwerda auf den Punkt.
Und weiter: „Mit Geduld, Humor und einem untrüglichen Gespür für Musik holt Werner Mlasowsky aus jedem Einzelnen das Beste heraus. Dabei geht es ihm nie nur um Perfektion, sondern immer auch um den gemeinsamen Klang, das Miteinander. Und genau das macht ihn so besonders: Er schafft nicht nur Musik, er schafft Gemeinschaft.“
Konzert in Stadtkirche
Am 28. Dezember um 16 Uhr wird in die Stadtkirche St. Catharina Elsterwerda zum Weihnachtskonzert „Zwischen Weihnachten und Epiphanias“ unter der Leitung von Werner Mlasowsky eingeladen.


