Im Grundschulzentrum in Bad Liebenwerda lernen etwa 400 Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 6. Klasse. An der Grundschule in Mühlberg sind es etwa 130. Nach Ansicht der Fraktion Die Linke/SPD ist eine spezielle Sozialbetreuung der Schüler unerlässlich. Ihre Begründung formuliert die Fraktion in einer Beschlussvorlage für die Verbandsgemeindeversammlung am nächsten Mittwoch (10. Februar) so: Die Schüler „bringen die unterschiedlichsten sozialen Herkünfte, Bedürfnisse und individuellen Handlungsfelder mit.“

Weniger Zusatzaufgaben für Lehrer

Die Fraktion beantragt deshalb eine feste Vollzeitstelle für einen Sozialpädagogen oder eine Sozialpädagogin am Grundschulzentrum in Bad Liebenwerda und der Grundschule in Mühlberg mit einer 0,8-/0,2-Stundenaufteilung. Die betreffende Person soll helfen, „soziale Problemsituationen aufzufangen“. Ein/e Schulsozialarbeiter/in könne „einen wichtigen Beitrag für Integration, Nachteilsausgleich und respektvolles Miteinander“ leisten. Das pädagogische Personal, so die Ansicht der Fraktion, müsse „unbedingt von diesen Zusatzaufgaben nachhaltig entlastet werden.“ Der Betreuungsschlüssel sei zu minimieren, „um mehr Zeit für die Schüler; aber auch Elternarbeit zu gewinnen.“ Es sei, so meint die Fraktion, „höchste Zeit, qualitativ zu investieren, um unseren Kindern, Jugendlichen, Lehrern, Erziehern und Eltern in den Grundschulen der Verbandsgemeinde mehr individuelle Unterstützung zu geben, einen attraktiven Lernort zu entwickeln und den inklusiven Schulstandort in Bad Liebenwerda nachhaltig auszubauen.“

So ist die momentane Situation

Derzeit sei dort ein Sozialpädagoge auf Honorarbasis beschäftigt; eine vormals eingerichtete Stelle sei seit 2019 dauerhaft unbesetzt und wurde über einen Dienstleistungsvertrag mit der Arbeitslosenserviceeinrichtung bedient. An den Grundschulen in Falkenberg und Wahrenbrück sind derzeit über den Familienhilfeverein mit Teilzeitvertrag entsprechende Fachkräfte beschäftigt. Im Beschlussentwurf wird von Kosten in Höhe von 55.000 Euro ausgegangen.