Spendenlauf in Bad Liebenwerda: Rekord-Teilnehmerzahl bei Lauf-Event im Kurpark

Exakt 2303 Runden sind beim Spendenlauf zugunsten HausLeben in Bad Liebenwerda gelaufen worden.
Frank ClausDie Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Angenehme äußere Bedingungen, Temperaturen um die zehn Grad. Das HausLeben, das sich in Bad Liebenwerda um an Krebs erkannte Frauen und Männer sowie ihre Angehörige kümmert, hat gemeinsam mit dem Lauf- und Walkingverein 05 Bad Liebenwerda zum 9. Spendenlauf eingeladen. Eine Stunde lang sind die Teilnehmer aufgefordert, mehrmals eine ein Kilometer lange Runde durch den Kurpark zu laufen.
Es ist gegen 9.30 Uhr an diesem Sonntagmorgen (30. März). Die Fläche zwischen der Gaststätte Villa Nuova und der Musikmuschel füllt sich zusehends. Musik läuft, Moderator Rico Gogolin begrüßt gewohnt temperamentvoll und herzlich. Die in oranger Kleidung nicht zu übersehenden Organisatoren um Laufchef Bodo Kleinfeld sind nicht zu übersehen.

Kameraden der Feuerwehren aus Elsterwerda-Biehla (Foto) und Bad Liebenwerda gingen in Ausrüstung und zum Teil sogar mit Atemluftflasche auf dem Rücken an den Start.
Frank ClausEin Spendenlauf, der Kreise zieht
Alle Teilnehmer tragen sich in die Laufliste ein, entrichten den in der Höhe selbstgewählten Startbeitrag. Es wird schnell klar: Der Lauf zieht Kreise. Denn die nachzulesenden Orte verraten, dieser Lauf hat die Region erfasst. Läufer und Läuferinnen aus Elsterwerda, vom SV Merzdorf-Gröden, Volleyballer aus Plessa, Starter aus Falkenberg, Plessa und Schmerkendorf tragen sich ein, Mühlberger, Läufer vom FSV Martinskirchen und, und, und hinterlassen ihre Unterschrift. Firmenmannschaften wie vom Labor für Wasser und Umwelt (LWU) und vom Ärztenetz Südbrandenburg tragen sich ein.
Wie Feuerwehrleute aus Biehla helfen und Werbung machen
Zum wiederholten Mal Kameraden der Feuerwehr aus Elsterwerda-Biehla, diesmal allerdings mit einem Novum. Die Kameraden laufen in Einsatzkleidung, mit Helm auf dem Kopf und einige sogar mit Atemschutzgerät auf dem Rücken. Tobias Ludwig hat den Auftritt organisiert und sagt: „Wir wollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, das Anliegen der Krebshilfe unterstützen und zugleich Werbung für die Mitarbeit in der Feuerwehr machen.“ Als die Kameraden der Bad Liebenwerdaer Feuerwehr das im Vorschaubeitrag in der Zeitung gelesen haben, entscheiden sie spontan: „Wir sind auch dabei.“

Lydia Winkler aus Bad Liebenwerda im Laufschritt mit Kinderwagen! Acht Runden läuft sie für den guten Zweck.
Frank ClausWarum Teilnehmer in Bad Liebenwerda unbedingt starten möchten
Sylke-Katrin Schrader vom Vorstand von HausLeben und Koordinatorin in der Einrichtung ist gerührt, als sie kurz vor dem Start meint: „Ich glaube, so viele waren es noch nie.“ Sie soll recht behalten. Als die Teilnehmer mit dem gemeinsamen Herunterzählen den Start vollziehen, stehen 292 Namen auf der Liste. Sie alle begeben sich frohgelaunt auf die Strecke. Da wird straff gelaufen. Für die Laufenthusiasten, Plessas Amtsdirektor Göran Schrey und Bad Liebenwerdas Tierarzt Dr. Michael Kreher ist der Ehrgeiz anzusehen, ist es ein willkommener Trainingslauf. Andere drehen langsamer, aber mit ebensolchem Ehrgeiz ihre Runden. Lydia Winkler aus Bad Liebenwerda schiebt im Laufschritt den Kinderwagen vor sich her, schafft stolze acht Runden. „Für diesen guten Zweck zu laufen und Geld einzuspielen, das hat mich bewegt, dabeizusein“, sagt sie. So geht es auch Andrea Müller-Roigk, die aus Lugau angereist ist und für das Team des Ärzte- und Gesundheitsnetzes Südbrandenburg an den Start gegangen ist. „Das HausLeben leistet eine ganz wichtige Arbeit, unterstützt Erkrankte auf ihrem Genesungsweg und was ganz wichtig ist, leistet eine nicht hoch genug einzuschätzende medizinisch-psychologische Betreuung“, erklärt sie ihre Motivation.

Clown Diddi Beeg und Siegbert Heide, der mittels Zählautomat alle gelaufenen Runden registrierte.
Frank ClausSparkasse Elbe-Elster fester Partner an der Seite
Verbandsgemeindebürgermeisterin Claudia Sieber dreht mit Freundinnen und mit Walkingstöcken ausgestattet ihre Runden. „Ich freue mich einfach mit, dass so viele Menschen auch an ihre Nächsten denken“, erklärt sie. Inzwischen kann Rico Gogolin eine erste Summe nennen. 1310 Euro sind als Start- und somit Spendengeld eingezahlt worden. Er feuert die Teilnehmer an, Runde um Runde zu drehen. Die Sparkasse Elbe-Elster unterstützt den Lauf erneut, spendet für jede gelaufene Runde 50 Cent. René Stolpe vertritt gleich mit mehreren Läufern und Läuferinnen das Kreditinstitut. „Das ist alles hier wie in einer großen Familie. Dieses Engagement unterstützen wir gern und sind auch beim zehnten Lauf dabei“, sagt er.
Spendenlauf: Wie einst alles begann
Gleich ist eine Stunde rum, Schlussspurt. Jannik Heyde ist einer von den Kameraden, die eine Atemluftflasche auf dem Rücken tragen. Trotz Ausrüstung: Sieben Runden hat er geschafft. Er lacht im Ziel und meint: „Wir hatten ja mehr Luft.“ Als Siegbert Heide, der die Runden mit seinem kleinen Automaten zählt, zum letzten Mal klickt, stehen 2303 Runden auf der „Uhr“. Auch das ist Rekord! Start- und Rundengeld erbringen zusammen 2462 Euro. Sylke-Katrin Schrader kann es nicht fassen. Sie klopft Teilnehmern auf den Rücken, schüttelt Hände, möchte am liebsten jedem Einzelnen danke sagen. Und bittet am Ende den Redakteur: „Schreib bitte, wie gerührt wir sind und dass wir jedem einzelnen Helfer und Starter danken möchten.“ Besonders dem Lauf- und Walkingverein 05 Bad Liebenwerda, sagt sie. Der hatte den Lauf in Erinnerung an ein an Krebs verstorbenes Vereinsmitglied einst ins Leben gerufen.


