Es ist schon eine kleine Tradition. Zum fünften Mal hat der Lauf- und Walkingverein 05 Bad Liebenwerda zum Spendenlauf eingeladen. In diesem Jahr hat es zwei Anläufe bedurft, denn die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben den ersten Termin platzen lassen.
Etwa 120 Starter haben sich den Termin nicht entgehen lassen und sind am Sonntag insgesamt 660 Runden durch den idyllischen Kurpark gerannt, gelaufen oder gewalkt. „Einige TeilnehmerInnen haben sogar den Kinderwagen über mehrere Runden geschoben“, so Marcus Gräfe, Assistent der Geschäftsführung von HausLeben.

Wenn die Diagnose Krebs heißt

Die Bad Liebenwerdaer Einrichtung will Ansprechpartner für Menschen sein, denen die Diagnose Krebs offenbart worden ist. Die Mitarbeiter erarbeiten mit dem Patienten und seinen Angehörigen „eine Reihe von Angeboten, die das Leben mit der Krankheit erleichtern.“ Inbegriffen sei die gesamte nichtärztliche Betreuung der Patienten. Da gehe es um die Sozialberatung zur finanziellen Absicherung des Patienten und seiner Familie, um die psychologische Beratung und Begleitung zum Umgang mit Ängsten sowie die psychoonkologische Beratung und individuelle Ernährungsberatung für die verschiedenen Krankenbilder.
Zahlreiche Angebote – Kochkurse, onkologische Bewegungs- und Entspannungsangebote zum Beispiel Yoga, Musiktherapie, Kreativitätsangebote und Kunsttherapie, Selbsthilfegruppen und Geselligkeit – sollen helfen, den Umgang mit der Erkrankung besser zu meistern.
Das im Frühjahr 2016 gegründete HausLeben lebt von Spenden fördernder Mitglieder und Vereinsmitglieder. Der Lauf- und Walkingverein gehört seit Jahren zu den Unterstützern, so wie auch die Sparkasse Elbe-Elster, die erneut für jede gelaufene Runde einen Euro in den Spendentopf packte. 885 Euro kamen als als Spenden und Startgelder zusammen. Mit den 660 Euro der Sparkasse freut sich der Verein nun über 1545 Euro.