(red/mf) Das massenhafte Fischsterben in der Schwarzen Elster durch anscheinend zu viel eingeleitetes saures Grundwasser hat auch die Elsterwerdaer Bürgermeisterin Anja Heinrich (CDU) in ihrem Urlaub mächtig aufgeschreckt. Am Freitag hat sie schriftlich einen dringenden Appell an das Brandenburger Umweltministerium gerichtet, diesen Umweltskandal aufzuklären und geeignete Maßnahmen einzuleiten, weil dieser „unhaltbare Zustand“ in der Bevölkerung für eine enorme Verunsicherung sorge.

„Die Menschen in Elsterwerda leben seit Jahrhunderten mit und am Fluss. Die Schwarze Elster hat schon so manche Sorgen mit sich gebracht, denkt man nur an die immer wiederkehrenden Hochwasser. Aber das Leben am Fluss gehört hier zur Heimat. Umso besorgter sind Anwohner, Touristen, Angler, Spaziergänger und Gäste, blicken sie nicht nur auf das durch Eisen dunkel verfärbte Wasser, sondern dieser Tage mit Entsetzen auf verendete Fische“, teilt sie zudem in einer Presseinformation mit.

Und weiter heißt es: „In erster Linie geht es darum, dass nicht noch mehr Tiere so elend sterben und die Wasserqualität keine darüber hinausgehende Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen mit sich bringt.“ Noch würde es zu viele Spekulationen, Gerüchte und Unsicherheiten geben.