Konzert in Prösen: Warum ein Wirt die Fahne der Livemusik immer noch hochhält

Thomas Strauch ist nicht nur Chef im Landgasthof Central in Prösen, er veranstaltet auch Konzerte.
Manfred Feller- Wirt Thomas Strauch organisiert seit 20 Jahren Konzerte im Gasthof Central in Prösen.
- Am 1. Mai um 20 Uhr findet das Konzert „10 Jahre Apfeltraum“ statt.
- Nach Sommerpause kommen „Shawue“ am 4. Oktober und „Kirsche & Co“ am 8. November.
- Der Saal fasst etwa 300 Besucher, Atmosphäre bei vollem Haus ist unbeschreiblich.
- Fans reisen aus Berlin und Thüringen an, Strauch bietet weiter 4-5 Konzerte jährlich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wirt Thomas Strauch sorgt in Prösen in mehrfacher Hinsicht für selten gewordene Farbtupfer im ländlichen Alltag. Im Gasthof Central wird nach wie vor zum Mittagstisch gebeten. Viele Dorfgaststätten haben sich davon längst verabschiedet.
Zu besonderen Anlässen wird auch um Tanz eingeladen – zur Kirmes, zum Fasching oder ganz einfach zum Familientanz. Eine Besonderheit sind die Konzerte, die der Inhaber und Chefkoch seit etwa 20 Jahren organisiert. Am 1. Mai um 20 Uhr ist es wieder so weit. Dann heißt es: „10 Jahre Apfeltraum“. Es erklingen Titel von Renft und Cäsar. „Dahinter stehen die Kinder von Cäsar“, sagt Thomas Strauch. Vor allem den Älteren ist Peter „Cäsar“ Gläser (1949 bis 2008) aus vielen Formationen bekannt, wie Renft und Karussell.
Auch Fans aus Thüringen in Prösen
Nach einer langen Sommerpause geht es am 4. Oktober mit den Stammgästen von „Shawue“ weiter. Es folgen am 8. November „Kirsche & Co“ und 28. Februar 2026 „Monokel Kraftblues“. Thomas Strauch kennt sie alle seit DDR-Zeiten. „Ich fahre selbst zu den Konzerten. Das Publikum ist überall ähnlich, Ü50. Es ist die alte Freigang-Familie“, sagt er. Viele Freundschaften hätten sich entwickelt und bis heute gehalten. Die echten Fans einzelner Bands reisen bis aus Berlin und Thüringen nach Prösen an.
Solange es geht, möchte Thomas Strauch weiterhin vier bis fünf Konzert im Jahr anbieten. Etwa 300 Besucher fasst der Saal im Central. Der Zuspruch sei unterschiedlich gut und bei vollem Haus die Atmosphäre unbeschreiblich. Der Wirt hat einst selbst als Musiker in die Saiten der Gitarre gegriffen. Zuletzt in den 1990er-Jahren. Vielleicht erinnert sich manch einer noch an die „Dirty Lords“.

