Jagd in Elbe-Elster
: Nach großer Gemeinschaftsjagd – so fällt das Fazit der Jäger aus

In mehreren Ecken des Landkreises Elbe-Elster ist kürzlich gejagt worden – mit unterschiedlicher Streckenausbeute. Warum das Ereignis so wichtig für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt war und welche Kenntnisse aus Tierbeobachtungen gezogen wurden.
Von
Frank Claus
Bad Liebenwerda
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Die Jagdergebnisse im Landkreis Elbe-Elster sind jüngst sehr unterschiedlich ausgefallen. (Symbolbild)

Uwe Anspach/dpa

Unterschiedlicher hätten die Bedingungen nicht sein können. Am Freitag (18. November) Matschwetter, am Sonnabend (19. November) Sonnenschein und glitzernder Neuschnee. So wie das Wetter, so auch das Jagdergebnis.

Jedenfalls bei den Gemeinschaftsjagden auf der DBU-Naturerbefläche Prösa zwischen Dobra und Hohenleipisch sowie im Gebiet Weißhaus bei Doberlug-Kirchhain im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

„Zwischen 20 und 30 Tiere haben wir je Jagdtag erlegt“, sagt Andreas Petzel, der zuständige Betriebsbereichsleiter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Das seien Rehe, Schwarzwild und Rotwild gewesen. Die Jagdtage seien wichtig, um die internen als auch externen Pläne hinsichtlich der Abschussquoten zu erfüllen.

Gemeinschaftsjagd auf der DBU-Naturerbefläche Prösa. Die Strecke ist gelegt. Das Abschussergebnis blieb etwas unter den Erwartungen.

Wilfried Zander

Zur Jagd in Elbe-Elster kommen Gäste aus ganz Deutschland

„Speziell am Sonnabend war es bei besten Bedingungen eine sehr gute Jagd“, sagt Andreas Petzel, der noch einen besonderen Aspekt sieht: „Zu den Gemeinschaftsjagden kommen Jagdgäste aus der ganzen Republik in den Landkreis Elbe-Elster. Pensionen, Hotels und Restaurants profitieren davon.“ Die Gäste hätten sich „durchweg positiv“ geäußert und „wollen im nächsten Jahr wieder zu uns in die Region kommen.“

Besondere Beobachtungen gab es im Naturpark auch. Neben dem Wolf ist das Auerhuhn – gegenwärtig läuft ein großes Ansiedlungsprojekt – mehrfach gesichtet worden. „Ich kann dem Naturpark jetzt auf jeden Fall weitere Standorte für das Monitoring mitteilen“, sagt Andreas Petzel.

Sehr zufrieden mit dem Ergebnis zeigt sich auch Jagdpächter Christian Prause aus Bad Liebenwerda, der sein Jagdgebiet im Schweinert hat. Bei der dortigen Jagd sind am Sonnabend bei besten Bedingungen dreimal Rotwild, sieben Wildschweine, neun Rehe, acht Waschbären und ein Fuchs erlegt worden. „Wir sind sehr zufrieden“, meint Christian Prause – auch weil ein so „herrlicher Jagdtag mit Sonne und Schnee in Erinnerung bleibt“.