Havarie in Elbe-Elster: Zweites Leck an Trinkwasserleitung im Schradenland

An der Trinkwasser-Havariebaustelle zwischen Gröden und Hirschfeld.
Sigrid KäsebergDie Hauptversorgungsleitung für Trinkwasser aus Richtung des Wasserwerkes Merzdorf hatte zwischen Gröden und Hirschfeld ein Leck. Die Schadstelle, aus der das Wasser an die Oberfläche trat, befand sich auf freiem Feld im Bereich Elsterwerdaer Straße/Neuer Weg und ist bereits in der vergangenen Woche entdeckt und da der Wasseraustritt nicht so groß war, erst am Montag repariert worden. Damit konnte die Versorgung am Wochenende unter eingeschränkten Bedingungen aufrecht erhalten werden.
Ermüdungserscheinung an Leitung führt zum Schaden
Am Dienstag ist nach Auskunft von Sigrid Käseberg, Geschäftsführerin des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Schradenland, ein weiterer Schaden dazugekommen. Dabei handele es sich um Ermüdungserscheinungen an einem geschweißten Abzweig eines T-Stücks. Am Mittwoch wurde auch an dieser Stelle bereits repariert. Im gesamten Abschnitt ist zu DDR-Zeiten eine 300er-Asbestzementleitung verlegt worden. Im havarierten Abschnitt der Vorwoche ist eine PE-Ersatzleitung verlegt worden.
Von der Havarie betroffen sind nach Auskunft des Verbandes 1260 Einwohner und einige kleinere Gewerbebetriebe (Kartoffelschälfabrik, Fleischerei, Friseur, Bäcker, Arztpraxen, Schule und Kindergarten). Der Schulbetrieb wurde am Montag, Mittwoch und Donnerstag abgesagt.
Um den dazugekommenen Schaden zu beheben, sind Einschränkungen auch in den nächsten Tagen noch möglich. Die Geschäftsführerin bittet deshalb, sich so gut es geht mit Wasser zu bevorraten. Zwischen den Reparaturarbeiten solle eine Notwasserversorgung aufgebaut werden. Die Geschäftsführerin bittet, äußerst sparsam Wasser abzunehmen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Amtes Schradenland.
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