Ruckzuck hat sich der Ölteppich am Mittwochmorgen, 7. Dezember, in Bad Liebenwerda breit gemacht. Bedingt durch einsetzenden Regen ging das noch schneller. Betroffen war am Ende eine etwa 150 mal fünf Meter große Fläche in einem Wohngebiet.
Die Feuerwehr, die mit einem Fahrzeug und acht Kameraden zum Einsatz ausgerückt war, konnte mittels Ölbindemittel ein Eindringen ins Erdreich verhindern. Die Straße ist dort asphaltiert und besitzt beidseitig Rasenborde.
Die Vermutung, dass das Öl in der Borstorfstraße in Bad Liebenwerda bei Bauarbeiten ausgetreten ist oder beim Befüllen von Fahrzeugen verschüttet wurde, konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. „Die Polizei hat die Bauleute befragt und die eingesetzten Fahrzeuge und Werkzeuge begutachtet“, so Liebenwerdas stellvertretender Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann. Momentan laufen in der Borstorfstraße Bauarbeiten zur Erneuerung des Gehwegs.

Ölspur – so verhalten Sie sich richtig

Übrigens, was, wenn Ihr Fahrzeug eine Ölspur hinterlässt, zum Beispiel, weil der Tank nicht verschlossen wurde oder Öl aus dem Motor- beziehungsweise Getriebeblock austritt? Dann ist das zunächst eine Ordnungswidrigkeit nach Paragraf 32 der Straßenverkehrsordnung. Der verbietet es, Straßen zu beschmutzen. Sie haben dann das Hindernis „unverzüglich zu beseitigen“. Zunächst müssen Sie dann den betreffenden Abschnitt sichern und danach die Feuerwehr informieren. Die Kosten für die Schadensbeseitigung hat in der Regel der Verursacher zu tragen, es sei denn „höhere Gewalt“ (zum Beispiel ein desolater Straßenzustand) ist ursächlich. In der Regel gilt, umso schneller sie reagieren, desto geringer die Ausbreitung.