Die Ursache des Feuers am Mittwochnachmittag in dem Lobengebiet zwischen Hohenleipisch und Gorden steht fest. Nach Angaben der Polizeidirektion Süd in Cottbus sei der Brand bei Mäharbeiten mit einer Maschine ausgelöst worden. Wie es dazu kommen konnte, sei noch unklar. Das Feuer hatte sich rasch auf der Wiesenfläche ausgebreitet und bereits auf ein Waldstück zugegriffen. Eine Fläche von etwa fünf Hektar war betroffen.
Die Versuche des Maschinenführers, so die Polizei weiter, die Flammen selbst zu löschen, waren vergeblich. Erst die alarmierten Feuerwehrkräfte wurden Herr der Lage. Nun ermittle die Kriminalpolizei wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Als 700 Feuerwehrleute im Einsatz waren

Dieses Feuer entstand unter dem Eindruck einer Katastrophe, die vor zwei Jahren für großes Aufsehen gesorgt hatte. Noch immer ist die Ursache für den Ende Mai 2020 ausgebrochenen Großbrand im Naturschutzgebiet „Der Loben“ bei Hohenleipisch nicht geklärt. Während der seinerzeit ausgerufenen Großschadenslage waren über Tage und Nächte insgesamt etwa 700 Feuerwehrleute aus Elbe-Elster und Teilen Brandenburgs im Einsatz.
Jetzt hat es in dem gleichen Gebiet schon wieder gebrannt. Am Mittwoch, 13. Juli, war gegen 16 Uhr zunächst ein Ödlandbrand unmittelbar an einem Waldweg nahe Gorden gemeldet worden. Irrtümlicherweise sind die Wehren auch in Richtung des Dorfes gefahren. Doch von dort aus ist das betroffene Waldgebiet aber nur schwer zugänglich. Es hieß, umdrehen und von Hohenleipisch aus die gleichen Zufahrtswege wie bei dem großen Lobenbrand vor mehr als zwei Jahren zu nehmen.

Feuer bei Hohenleipisch hatte auf Wald übergegriffen

Beim Eintreffen der ersten Wehren hatte das Feuer bereits ein Waldgebiet in Mitleidenschaft gezogen. Die Leitstelle Lausitz hatte aufgrund der ungewissen Lage mehr als 100 Feuerwehrleute mit insgesamt 21 Löschfahrzeugen unter anderem des Amtes Plessa, aus Elsterwerda, Lauchhammer, Doberlug-Kirchhain und Finsterwalde alarmiert.
Mehrere Landwirte der Umgebung halfen mit Traktoren und großen Wasserfässern, um die Flammen zu löschen. Durch die Wehr Finsterwalde wurde für den besseren Überblick eine Drohne eingesetzt.

Falkenberg

Brand unter Kontrolle gebracht

Nach Angaben der Leitstelle Lausitz am Mittwochabend konnte die Ausbreitung des Feuers gegen 18.30 Uhr gestoppt werden. Es folgte die Restablöschung und das Suchen nach Glutnestern. Eine Nachtwache sollte eingerichtet werden.
Mehr Blaulicht-Nachrichten zu Polizeieinsätzen, Feuerwehreinsätzen, Unfällen und Bränden in der Lausitz finden Sie auf der Themenseite Blaulicht auf lr.de.

Der Loben

Das 1.670 Hektar umfassende Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Der Loben“ liegt nordöstlich von Hohenleipisch und südlich von Gorden und ist eines der letzten großen, weitgehend intakten Moore in Südbrandenburg.
Am 29. Mai 2020 brach in dem Moorgebiet ein Großbrand aus, der sich schnell auf etwa 30 Hektar ausbreitete und sich am darauffolgenden Tag auf etwa 100 Hektar vergrößerte.
Da das Gebiet in weiten Teilen weder für schwere Löschtechnik noch für Feuerwehrleute zu Fuß zugänglich ist, gestalteten sich die Löscharbeiten des Moorbrandes laut der Einsatzleitstelle damals sehr schwierig.