Elbe-Elster-Klinikum
: Krankenhausreform – finden ländliche Räume genug Beachtung?

Es hat das Potenzial für eine spannende Diskussion. In zwei Gesprächsrunden soll über die medizinische Situation und die Zukunft des Elbe-Elster-Klinikums debattiert werden.
Von
Frank Claus
Finsterwalde
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Ein Storch baumelt vor der Kreistagssitzung am Montag (11. Dezember) in Falkenberg am Galgen. Sichtbares Zeichen für den Protest gegen die geplante Schließung von Gynäkologie, Geburtshilfe und der Kinderstation am Krankenhaus Herzberg.

Ein Storch baumelt vor der Kreistagssitzung am Montag in Falkenberg am Galgen. Sichtbares Zeichen für den Protest gegen die geplante Schließung von Gynäkologie, Geburtshilfe und der Kinderstation am Krankenhaus Herzberg.

Sehr emotional sind die Debatten geführt worden, als Schließungspläne für Teile des Elbe-Klinikums verkündet worden waren. Inzwischen sind die vom Tisch. Wohin die Reise fürs Klinikum führt, ist allerdings noch offen.

Jens Berger

Draufblick und Einblick: In zwei Bereiche haben der Kreisverband der CDU Elbe-Elster und der Stadtverband aus Finsterwalde eine Gesundheitskonferenz – für alle Bürger offen – vorbereitet. In der gesamten Bundesrepublik werden Fragen der Gesundheitsvorsorge diskutiert. Ausgangspunkt ist die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) forcierte Gesundheitsreform. Seit die Debatte läuft, haben vor allem kleinere Krankenhäuser Sorge, geraten teilweise in wirtschaftliche Schieflage.

Die Frage daher: Findet der ländliche Raum Beachtung bei der anstehenden Krankenhausreform? Wie werden die Menschen hier künftig versorgt? Nach ihren Positionen werden Dr. Johannes Wagner, Geschäftsführer des Landkreistages Brandenburg, der CDU-Bundestagsabgeordnete Knut Abraham, die Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung, Catrin Steiniger, und – das ließ aufhorchen – auch Mirko Papenfuß, Generalbevollmächtigter der Sana-Kliniken befragt.

Krankenhausreform betrifft öffentliche und private Träger

Ein Vertreter der Sana-Kliniken und damit ein privater Träger in der Krankenhauslandschaft im Nachbarkreis Oberspreewald-Lausitz im Podium? Elbe-Elster-Landrat Christian Jaschinski zu Mutmaßungen: „Das hat nichts damit zu tun, dass etwa irgendwelche Übernahmeverhandlungen laufen.“ Aufgezeigt werden solle, dass Auswirkungen der Krankenhausreform alle treffen – öffentliche Träger eines Krankenhauses genauso wie private Träger.

Das Elbe-Elster Klinikum hat Standorte in Finsterwalde, Herzberg und Elsterwerda. Jetzt gibt es Pläne für den Bau eines neuen Krankenhauses.

EEK-Krankenhäuser. Montage: LR-Archiv/Schubert/LR

Das Elbe-Elster-Klinikum hat drei Häuser der Grundversorgung in Finsterwalde, Herzberg und Elsterwerda. Debattiert werden Pläne für den Bau eines neuen Krankenhauses mit deutlich erweitertem Leistungsspektrum.

Montage: LR-Archiv/Schubert/LR

Im zweiten Komplex soll es sich konkret um die Gesundheitsversorgung in der Lausitz und speziell im Elbe-Elster-Klinikum drehen. Den jetzigen Zustand des Klinikums und mögliche Entwicklungsrichtungen wollen der Geschäftsführer Michael Winkler und Elbe-Elster-Landrat Christian Jaschinski beleuchten. Prof. Dr. Michael Schierack wird den Fokus in die Lausitz richten. Als Mitglied des Landtages und gesundheits- und wissenschaftspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion solle er aber auch über momentane Entwicklungen im Land berichten.

Die Konferenz beginnt am Dienstag, 28. Mai, um 18.30 Uhr in der Gaststätte Alt Naunendorf in Finsterwalde. Zuhörer können Fragen stellen.