Keine Sirene, keine Alarmnachricht auf dem Pieper: Diesmal war die Einsatzübung den Kameraden der Bad Liebenwerdaer Feuerwehr vorher bekannt. Was sie im Brandobjekt – dem mehr als 200 Jahre alten Rathaus, das brandschutztechnisch momentan nicht auf dem neuesten Stand ist – erwartet, wussten sie freilich nicht. Ziel der Übung: Handlungsabläufe üben, Besonderheiten des Objektes kennenlernen.
Und vor allem: Menschen retten. Etwa zehn Personen, so das Übungsszenario, waren von Feuer und Rauch eingeschlossen. Einige riefen an Fenstern um Hilfe, eine Person war im Fahrstuhl eingeschlossen, eine weitere hatte sich auf ein Vordach gerettet und sich dabei Verletzungen am Bein zugezogen. Zwei weitere waren bewusstlos geworden. An einigen Stellen des Rathauses war offenes Feuer ausgebrochen.
Übung: Im Rathaus in Bad Liebenwerda brennt es. Mehrere Personen sind von Feuer und Rauch eingeschlossen.
Übung: Im Rathaus in Bad Liebenwerda brennt es. Mehrere Personen sind von Feuer und Rauch eingeschlossen.
© Foto: Martin Neumann
Normalerweise würden zu einem Einsatz dieser Art die Kameraden der Ortswehren hinzugezogen. Diesmal probte Bad Liebenwerdas Feuerwehr im Rahmen ihres Montag-Dienstes allein, hatte aber noch die Drehleiter aus Elsterwerda und Mitarbeiter des Rettungsdienstes hinzugezogen. Die Einsatzübung hatten Philipp Wolf und Martin Neumann geplant, Einsatzleiter war am Abend Bad Liebenwerdas Wehrführer Markus Weber.

Bad Liebenwerda

Bad Liebenwerdas Feuerwehr ist fit

Martin Neumann: „Die Einsatzlage mit so vielen Elementen und für den Einsatzschwerpunkt zu wenigen Kameraden verlangten den Teilnehmern alles ab.“ In der anschließenden Auswertung im Depot wurde klar angesprochen, was richtig gut lief und wo es noch Defizite gibt. Insgesamt, so Martin Neumann, lief es sehr gut. „Bad Liebenwerdas Kameraden sind prima ausgebildet.“
Nach der Einsatzübung im Rathaus in Bad Liebenwerda: Auswertung im Feuerwehrdepot.
Nach der Einsatzübung im Rathaus in Bad Liebenwerda: Auswertung im Feuerwehrdepot.
© Foto: Martin Neumann