Brand in Domsdorf-Siedlung: Waldboden brennt neben abgelagerten leeren Ölfässern

Weil ein Nachbar und Helfer schnell reagierten, blieb es bei Domsdorf nur bei einem kleinen Waldbrand. Problem: Im Bereich lagern leere Ölfässer auf dem Waldboden.
Jens BergerEin Mann hört auf seinem Grundstück ein komisches Knacken aus dem angrenzenden Wald. Seine erste Vermutung: Tiere, die sich im Unterholz bewegen. Als es nicht aufhört und lauter wird, schaut er über den Sichtschutzzaun. Seine Entdeckung: Flammen. Eine Stichflamme schießt nach oben. Er reagiert blitzschnell. Auch weil er sieht, dass dort ein Stapel Ölfässer abgelagert ist. Passiert ist das alles am Donnerstag, 20. Juli, gegen 16.30 Uhr.
Aus einem Teich schleppt er mit Gießkannen und Eimern Wasser zum Brandherd und löscht so schnell er kann. Inzwischen eilen Helfer dazu. Allen gelingt es, das Feuer einzugrenzen und die Flammen abzulöschen. Die eintreffenden Feuerwehr-Kameraden aus Prestewitz und Domsdorf wässern den Waldboden kräftig ein.
Ölfässer einfach so auf dem Waldboden lagern?
Polizei ist inzwischen am Ort eingetroffen. Liebenwerdas stellvertretender Verbandsgemeindewehrführer Martin Neumann auch. Es stellt sich heraus, dass die Ölfässer leer sind. Am Brandherd heißt es, sie stammen von einer Firma, die in der Region mit Holzarbeiten beschäftigt ist. Das Öl werde wohl unter anderem zum Schmieren der Kettensägen benötigt.
Dass sie einfach so auf dem Waldboden abgelagert werden, verwundert Martin Neumann. Zumindest eine feste, undurchlässige Fläche müsste doch sein, sinniert er und erklärt: „Die Polizei ist vor Ort und wird sicher eventuell nötige Schritte einleiten.“

