Blutspende in Elsterwerda
: Über 100 mal gespendet – das bestärkt die Lebensretter

Rainer Zander aus Elsterwerda wird seit Jahrzehnten zur Ader gelassen. Auch Anke Kauschke. Was ein Arzt ihr anfangs verriet, war ein Schlüsselerlebnis.
Von
Manfred Feller
Elsterwerda
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Anke Kauschke aus Elsterwerda hat schon mehr als 100-mal Blut gespendet.

Anke Kauschke aus Elsterwerda hat schon mehr als 100-mal Blut gespendet.

Sascha Radke/DRK-Blutspendedienst Nord-Ost
  • Anke Kauschke und Rainer Zander aus Elsterwerda wurden für ihre über 100 Blutspenden geehrt.
  • Dr. Hans-Joachim Tolke motivierte Anke Kauschke zur Blutspende, die einem Motorradfahrer das Leben rettete.
  • Chefarzt Stefan Rattey aus Weißwasser war selbst Blutempfänger nach einem Unfall und organisiert nun Blutpräparate.
  • Rainer Zander möchte die 125. Spende erreichen, solange er gesund bleibt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Elsterwerdaer Allgemeinmediziner Dr. Hans-Joachim Tolke ist vielen noch ein Begriff. Er praktizierte selbst im Ruhestand weiter. Auch Geschäftsfrau Anke Kauschke wird ihn nie vergessen.

Als sie 18 Jahre alt war, habe der Mediziner sie zur Blutspende animiert. Bald darauf habe die junge Frau von ihm erfahren, dass sie dadurch mit anderen Spendern einem verunglückten Motorradfahrer das Leben gerettet habe. Für die Operation seien einige Blutkonserven erforderlich gewesen. Wie der Arzt diese Zuordnung vornehmen konnte, weiß sie nicht.

Aber aus der anonymen Spende wurde plötzlich eine konkrete Überlebenshilfe. „Für mich war das ein Schlüsselerlebnis und ein Ansporn, weiterzumachen. Helfen ist für mich Herzenssache“, sagt sie heute. Kürzlich wurde die Elsterwerdaerin mit 89 weiteren langjährigen Blutspendern aus Südbrandenburg auf Schloss Lübbenau für 100 und mehr unentgeltliche Spenden vom DRK geehrt. Damit ist sie in guter Gesellschaft. Ihre Mutti Hannelore Parnack hat es auf 69 Spenden gebracht, ehe es gesundheitlich nicht mehr ging.

Arzt in Weißwasser: vom Blutempfänger zum Organisator

Anke Kauschke möchte weiter spenden. Bestärkt hat sie die Lebensgeschichte von Stefan Rattey, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin am Kreiskrankenhaus Weißwasser. In Lübbenau hatte er berichtet, als junger Mann einen schweren Motorradunfall gehabt zu haben. Für die Operation und den Heilungsprozess seien Dutzende Blutpräparate gebraucht worden. Was für eine Wendung: Heute sei er als Mediziner dafür verantwortlich, dass immer genügend Präparate im Haus vorhanden sind.

Auch Rainer Zander aus Elsterwerda ist geehrt worden. Der ehemalige Geschäftsführer der einstigen Wohnungsbaugesellschaft hat 104-mal von seinem Blut abgegeben. „Solange ich gesund bin, darf ich spenden“, sagt der agile 72-Jährige. Er halte sich mit Gartenarbeit und Spaziergängen fit.

Rainer Zander aus Elsterwerda wurde für 100 Blutspenden geehrt.

Rainer Zander aus Elsterwerda wurde für 100 Blutspenden geehrt.

Sascha Radke/DRK-Blutspendedienst Nord-Ost

Angefangen habe er vor etwa 30 Jahren, als es wieder einmal hieß, dass das Blut knapp werde. „Irgendwann kann es jeden treffen, dass man welches braucht. Dann wäre auch ich froh, wenn andere für mich spenden“, sagt er. Die 125. Spende möchte er unbedingt noch schaffen.