Die Lage sei noch nicht dramatisch, könne aber ernst werden. „Denn die Anforderungen der Kliniken nach Blutpräparaten ist anhaltend hoch. Dagegen bewegt sich die Versorgung stabil auf niedrigem Niveau. Wir brauchen eine Bevorratung von fünf Tagen. Aktuell liegen wir bei drei Tagen“, sagt Kerstin Schweiger, Pressesprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost.

Berlin und Brandenburg brauchen täglich etwa 600 Blutspenden

Sonderblutspendetermine selbst am 2. Weihnachtsfeiertag hätten kurzzeitig ein wenig Luft verschafft. Die Tage um das Fest und den Jahreswechsel gelten allgemein als schwierige Zeit. Allein Berlin und Brandenburg bräuchten täglich im Durchschnitt etwa 600 Blutspenden.
Rückblickend zeigt sich der DRK-Kreisverband Bad Liebenwerda, der die Spendentermine im Süden des Landkreises Elbe-Elster koordiniert, fast zufrieden. Obwohl Corona wegen der erforderlichen Schutzmaßnahmen für einen erheblichen Mehraufwand gesorgt hat und weiter sorgt, lagen die Zahlen der beiden vergangenen Jahre nicht so weit auseinander. 2019 waren 2095 Blutspenden entnommen worden. 55 Spender ließen sich zum ersten Mal die Nadel setzen. Im Coronajahr 2020 wurden 2002 Blutspenden gezählt. Die Anzahl der Erstspender stieg auf 76.

Das sind die nächsten Termine für Blutspende

Auch im neuen Jahr wird der DRK-Kreisverband monatlich Termine anbieten. Los geht es schon am 4. Januar von 14 bis 18 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum von Bad Liebenwerda. Weitere Termine: 18. Januar, 15.30 bis 18.30 Uhr, Grundschule Hirschfeld; 25. Januar, 15 bis 19 Uhr, Grundschule Mühlberg, und 27. Januar, 15 bis 19 Uhr, Grundschule Plessa. Wichtig: Spender müssen vorher ihren Termin online reservieren.