Termin für Schaulustige in Mühlberg: Ab Mittwoch, 18. Januar, wird nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe der Schiffsrumpf eines großen Tankschiffes von der tschechischen Grenze bis nach Magdeburg die Elbe durchfahren.
Der Pressemitteilung zufolge sei die Durchfahrt des antriebs- und steuerlosen Schiffsgefäßes, vor allem das Passieren des Dresdner Brückenbereichs und die Weiterfahrt auf den anschließenden Wasserstraßen, einschließlich der Schleusen, eine Herausforderung für alle Beteiligten.

Brücken in Dresden sind immer eine Herausforderung

Helko Fröhner, Fachbereichsleiter Schifffahrt im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe: „In enger Zusammenarbeit mit der tschechischen Werft und der Reederei haben wir die technischen und verkehrlichen Einzelheiten des Sondertransports festgelegt und die schifffahrtspolizeiliche Genehmigung erteilt. Jetzt kann der Sondertransport sicher abgewickelt werden.“
Die navigatorisch anspruchsvolle Durchfahrt durch die Pirnaer und Dresdner Brücken soll voraussichtlich am Mittwoch erfolgen. Dazu werde die gesamte Schifffahrt im Stadtbereich der Elbe in Dresden am Vormittag für mehrere Stunden gesperrt. Am Donnerstag, 19. Januar, gehe die Fahrt von Dresden in einem Zug bis nach Lutherstadt Wittenberg und am Freitag, 20. Januar, von Lutherstadt Wittenberg bis Magdeburg.

Wind entscheidet über Ankunft in Mühlberg

Wann der nicht alltägliche Transport Mühlberg erreicht, könne zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht genauer vorhergesagt werden. Thomas Grundmann, der den Transport koordiniert, sagt, das hänge vor allem vom Wind ab. Er rechne damit, dass das Schiff am Donnerstag gegen 7.30 Uhr am Elbekilometer 67 in Dresden ablegt. Bis nach Mühlberg seien es dann 60 Kilometer (Elbekilometer 127). Wer den Weg des Transports verfolgen will, könne dies auf den Schiffssucher-Plattformen Marine Traffic und Vesselfinder im Internet unter Eingabe der Schiffskennung TR 15 tun.
Ab Magdeburg gehe der Transport weiter über den Mittellandkanal und den Rhein in die niederländische Hafenstadt Werkendam. Dort werde das Tankschiff mit der noch fehlenden Maschinen- und Antriebstechnik sowie Aufbauten ausgerüstet.
Der gesamte Verband hat eine Länge von 113,20 Metern. Der Schiffsrumpf wird durch das Schubschiff „TR 15“ der Reederei ED Line am Heck gekoppelt, angetrieben und gesteuert.

Großtransporte auf der Elbe

Mehrfach im Jahr finden auf der Elbe Sondertransporte mit hochwertigen, sperrigen und übergewichtigen Gütern statt.
Die Elbe ist selbst bei sehr großen Abmessungen oder bei speziellen Sondertransporten wie Turbinen, Transformatoren, Generatoren, Kompressoren und Teilen für Windkraftanlagen ein idealer Transportweg. Quelle: Schifffahrtsamt