Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus, Peter Kopf (65), macht den Platz an der Spitze der Interessenvertretung der Lausitzer Unternehmen in Industrie und Handel vor dem Ende der Wahlperiode frei. „Aus gesundheitlichen Gründen kann ich das Ehrenamt nicht mehr in dem geforderten Maße ausüben und ziehe mich zum Wohle der Kammer daher aus dem Präsidentenamt zurück“, erklärt Peter Kopf. Dies ist zum 30. Juni 2021 der Fall.
„Die Arbeit für die Wirtschaft der Region ist mir sehr wichtig, daher fiel mir die Entscheidung auch sehr schwer. Doch ich halte es für den richtigen Zeitpunkt, um Prioritäten zu setzen. Ich werde mich aber weiterhin in der Vollsammlung engagieren“, sagt er.

Kohleausstieg und Strukturwandel sind große Herausforderungen

Die Industrie- und Handelskammer ist das Sprachrohr der Mitgliedsunternehmen gegenüber der Landesregierung, den Kommunen, Behörden, Gerichten und der Öffentlichkeit. In Struktur- und Wirtschaftsfragen der Region ist die Expertise der Kammer mit dem Kohleausstieg der Lausitz extrem gefragt.
Marcus Tolle, der Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus, sagt: „Wir bedauern die Entscheidung von Peter Kopf. Er hat die Interessen der südbrandenburgischen Wirtschaft in den herausfordernden letzten Jahren zum Beispiel mit Blick auf den Lausitzer Strukturwandel und die Corona-Pandemie engagiert vertreten sowie infrastrukturelle und industriepolitische Themen stark vorangetrieben.“

IHK-Vize-Präsident tritt bis zum Ende der Wahlperiode an Kammer-Spitze

Das Präsidium der Kammer hat den Rücktritt von Peter Kopf angenommen und beschlossen, dass Vize-Präsident Olaf Schöpe die Funktionen des Präsidenten übernimmt. „Vor uns liegen wichtige Aufgaben mit der Bewältigung der Corona-Folgen, dem Strukturwandel, der Entwicklung der Metropolregion Berlin-Brandenburg mit dem BER sowie dem Entgegenwirken beim Fachkräftemangel. Darauf werden wir uns weiterhin stark konzentrieren“, sagt Olaf Schöpe, Geschäftsführer des Unternehmens Pro Gastra Gastgewerbe in Peitz.
Die Neuwahl für das Präsidentenamt in der verbleibenden Legislaturperiode, die im Jahr 2022 endet, erfolgt in der Vollversammlung der Kammer im September, kündigt IHK-Sprecherin Janine Mahler an.

Wahl zur nächsten Vollversammlung der IHK Cottbus

Turnusgemäß steht die Wahl der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus für die neue Legislaturperiode 2022 bis 2027 im Mai/Juni des nächsten Jahres an.
Zu Jahresbeginn sind daher alle Mitglieder, die sich im IHK-Ehrenamt engagieren wollen, aufgerufen, für die Vollversammlung zu kandidieren. Als Vertreter ihrer Branche in der jeweiligen Region können sie sich in das höchste Gremium der IHK für fünf Jahre wählen lassen.
Der Präsident oder die Präsidentin wird immer aus der Mitte der Vollversammlung heraus gewählt.