Für die Kunden der Sparkassen in Cottbus und Spree-Neiße soll es aufgrund der landesweiten Warnstreiks der Sparkassen am Mittwoch, 7. Oktober, keinerlei Einschränkungen geben. Das teilt die Pressesprecherin der Sparkasse Spree-Neiße, Anja Schroschk, auf Nachfrage mit.

Alle Filialen in Cottbus und Spree-Neiße wie sonst auch geöffnet

Alle Geschäftsstellen in Cottbus sowie der Direktionen Forst, Guben und Spremberg mit Filialen in Forst, Döbern, Tschernitz, Guben, Peitz, Spremberg, Drebkau, Schwarze Pumpe und Welzow haben wie sonst auch an einem Mittwoch geöffnet, so die Pressesprecherin. Das gewohnte Service- und Beratungsangebot stehe den Kunden in vollem Umfang zur Verfügung.
Zur Beteiligung von Mitarbeitern der Sparkasse Spree-Neiße am Warnstreik teilt Anja Schroschk nur so viel mit, dass die Mitarbeiter in die aktuellen Tarifverhandlungen mit eingebunden seien.
Die Gewerkschaft Verdi hatte am Montag in der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst die Beschäftigten der Sparkassen in Brandenburg zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, darunter auch die Sparkassen Spree-Neiße, Niederlausitz und Elbe-Elster.

Gewerkschaft Verdi fordert mehr Lohn für die Mitarbeiter

Verdi fordert 4,8 Prozent mehr Lohn im öffentlichen Dienst, mindestens 150 Euro monatlich. Auch die Entgelte der Azubis, Studenten und Praktikanten sollen steigen. Begründet wird dies unter anderem damit, dass die Mitarbeiter auch in Zeiten der Pandemie für einen funktionierenden Betrieb gesorgt haben. Am Montag hatten sich die Beschäftigten der Sparkassen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an Warnstreiks beteiligt.
In der vergangenen Woche hatte es Streiks im öffentlichen Nahverkehr, unter anderem bei Cottbusverkehr, gegeben.

Wie sieht es bei den Sparkassen in Elbe-Elster und in Oberspreewald-Lausitz aus?

„Bei uns wird alles normal weiterlaufen. Es wird keine Beeinträchtigung in der Dienstleistung und Beratung geben“, versichert auch Lothar Piotrowski, Chef der Sparkasse Niederlausitz, am Dienstag auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Er zeigte sich verwundert über den Streikaufruf von Verdi. Der Vorstandsvorsitzende geht davon aus, dass sich keiner der knapp 300 Mitarbeiter im Landkreis Oberspreewald-Lausitz an dem Streik beteiligen wird. Ohnehin wertet er einen möglichen Warnstreik in der jetzigen Phase der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst für nicht zielführend. „Wir sind in laufenden Verhandlungen, da ist ein Säbelrasseln nicht sinnvoll und üblich.“ Dass Angestellte am Mittwoch möglicherweise ihre Arbeit niederlegen, kann er aufgrund des Streikrechts für Arbeitnehmer aber nicht ausschließen.
Auch der Vorstandschef der Sparkasse Elbe-Elster stellt klar: Bei der Sparkasse Elbe-Elster findet am 7. Oktober kein Warnstreik statt. Auch eine Beeinträchtigung des Geschäftsstellenbetriebes werde es nicht geben.

Verdi-Sekretär geht von Warnstreiks aus

Etwas anders sieht die Sache Sebastian Orthmann, Verdi-Gewerkschaftssekretär, der zuvor in einer Pressemitteilung über die beabsichtigten Warnstreiks informiert hatte: „Ich gehe davon aus, dass sich unsere Gewerkschaftsmitglieder an dem Streik beteiligen werden. Erfahrungsgemäß entscheiden sie sich dazu sehr kurzfristig.“