Unfall bei Tschernitz: BMW fliegt über Leitplanke – immer wieder Unfälle auf B115

Unfall bei Tschernitz: Dieser BMW war auf der B156 im Graben gelandet
Jonas Lehmann / Blaulichtreport Lausitz- BMW landet am 31. August auf der B156 bei Tschernitz im Straßengraben.
- Unfall ereignete sich gegen 18 Uhr zwischen Tschernitz und Jämlitz.
- 31-jähriger Fahrer wurde vor Ort vom Rettungsdienst behandelt.
- Sachschaden am Fahrzeug beträgt rund 10.000 Euro.
- Keine größeren Verkehrsbehinderungen, da die Straße nicht blockiert war.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehrere Meter tief ist ein BMW am Sonntagabend (31. August 2025) von der B 115 zwischen Tschernitz und Jämlitz in den Straßengraben gestürzt. Wie die Polizei mitteilt, ist der Unfall gegen 18 Uhr passiert. Der 31-jährige Autofahrer soll von der Fahrbahn abgekommen sein. Die Ursache ist noch unbekannt.
Er fliegt über die Leitplanke, die laut Polizei kaum Schäden aufweisen soll, und kommt im Straßengraben zum Stehen. Es soll sich um einen Alleinunfall handeln. Weitere Fahrzeuge und Menschen scheinen nicht beteiligt. Was genau zu dem Unfall geführt hat, versucht die Polizei zu ermitteln. Noch vor Ort wird der Fahrer durch den Rettungsdienst versorgt. Die Verkehrseinschränkungen halten sich in Grenzen. Der Schaden wird auf 10.00 Euro geschätzt.
Die B115/B156 zwischen Döbern und Jämlitz mit dem Abzweig 156 bei Tschernitz ist bekannt für besonders schwere Unfälle. Oft sind es sogenannte Alleinunfälle. Das heißt, Autofahrer kommen auf der relativ geraden Strecke von der Fahrbahn ab. Ob es die hohe Geschwindigkeit war oder ein Moment der Unaufmerksamkeit, Müdigkeit oder ein Wildtier, dass die Straße quert, lässt sich oft nicht abschließend ermitteln. Aber die Folgen waren in diesem Bereich schon tragisch.
Fahrer verbrennt auf B115 bei Tschernitz
Erst am 16. Juli 2025 ist ein Autofahrer zwischen Döbern und Tschernitz aus ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen und gegen den Baum geprallt. Das Fahrzeug geht in Flammen auf. Der Fahrer verbrennt.
Unvergessen ist auch der schwere Unfall auf der B 115 bei Tschernitz in der Nacht zum 21. August 2022. Er kostet drei junge Menschen das Leben. Der Fahrer und sein Beifahrer (beide 23) sterben sofort. Eine junge Frau (17) erliegt drei Tage später ihren schweren Verletzungen. Mit dem Audi-Coupé sind sechs junge Leute in jener Unglücksnacht nach Weißwasser unterwegs – auf sehr gerader Strecke mit Allee-Charakter. Ein Gutachten bestätigt Monate später, dass der Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen war. Die Staatsanwaltschaft schließt die Akte, weil der Fahrer nicht mehr lebt.
Allein in jenem traurigen Jahr 2022 sind zwischen dem Ortsausgang Eichwege/Döbern und der Kreuzung B 156 auf der Bundesstraße 115 genau 16 Unfälle registriert worden: nach Überholmanövern, wegen unangepasster Geschwindigkeit bei Glätte und Nässe und auch, weil Wild die Fahrbahn querte. Am 8. März 2023 kracht ein Auto frontal gegen einen Baum. Zwei Menschen (39 und 66) werden schwer verletzt. Der Fahrer eines zweiten beteiligten Autos begeht Polizeiangaben zufolge Unfallflucht.
Immer wieder wird geprüft, ob die Strecke zum Unfallschwerpunkt erklärt werden kann. Unfallschwerpunkte werden Abschnitte und Kreuzungen, wenn es dort im Jahr zu fünf gleichartigen Unfällen kommt. Oder es werden bei drei verschiedenen Unfällen in einem Jahr oder fünf verschiedenen Unfällen innerhalb von drei Jahren Menschen verletzt. Das bleibt für die gesamte Strecke zwischen Döbern vorbei an Tschernitz bis Jämlitz schwierig.

