Drei Tage nach dem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 115 bei Tschernitz im Landkreis Spree-Neiße ist eine 17-Jährige in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag im Krankenhaus an ihren schweren Verletzungen gestorben. Das teilt die Polizei in Cottbus am Donnerstag, 25. August, mit.
Bei dem Unfall am frühen Sonntagmorgen, 21. August, waren zwei junge Männer ums Leben gekommen; vier weitere Personen – darunter die 17-jährige Frau – wurden schwer verletzt.
Das Fahrzeug, ein Audi, war gegen 4 Uhr auf der B115 in Richtung Jämlitz unterwegs. Plötzlich, aus noch ungeklärter Ursache, kam der Wagen nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Straßenbaum, so die Polizei weiter. Das Auto sei auseinander gebrochen.
Bei der Leitstelle Lausitz ging die Unfallmeldung gegen 4.11 Uhr ein. Da hieß: Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen. In dem Audi mit Weißwasseraner Kennzeichen waren sechs Personen unterwegs gewesen. Der 23-jährige Fahrer des Wagens und sein gleichaltriger Beifahrer waren sofort tot.

Mitfahrer mit schweren Verletzungen im Krankenhaus

Die anderen vier Insassen seien aus dem Fahrzeug auf die Straße geschleudert und schwer verletzt worden, so die Polizei weiter. Sie wurden zur medizinischen Versorgung in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Dabei handelt es sich um zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren. Die Identität einer der beiden Frauen ist laut Polizei jedoch derzeit noch nicht geklärt.
Nach Angaben der Polizei hätten in dem Auto – einem Coupé – gar nicht sechs Personen sitzen dürfen. Die Unfallaufnahme dauerte mehr als fünf Stunden. Die Bundesstraße musste in beiden Richtungen zwischen Eichwege und Jämlitz voll gesperrt werden. Am Sonntagvormittag wurde die Vollsperrung der Straße aufgehoben.

Einsatz wird mit Helfern psychologisch aufgearbeitet

Sieben Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr aus Döbern, Tschernitz und Wolfshain, drei Rettungswagen, die Polizei und ein Rettungshubschrauber waren über mehrere Stunden am Unfallort im Einsatz. Kein leichter Einsatz für die Polizei und die freiwilligen Kräfte der Feuerwehren aus Döbern, Tschernitz und Wolfshain. Aus diesem Grund hat Lars Mudra, Amtswehrführer in Döbern-Land, auch angekündigt, den tragischen Einsatz mit den Ersthelfern psychologisch aufarbeiten zu wollen.

Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an

Die Ermittlungen zum Geschehensablauf und zur Unfallursache werden durch einen Sachverständigen der Dekra unterstützt und dauern noch an. Laut Angaben der Polizei war der Sportwagen vermutlich mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.
Alle sechs am Unfall beteiligte Personen stammen aus dem sächsischen Raum und das verunfallte Audi-Coupé hatte ein Weißwasseraner Kennzeichen. Wie es den anderen Insassen geht, ist bislang noch nicht bekannt. Derweil erinnern zahlreiche Kerzen und Blumen am Unfallort an die jungen Opfer dieses Unglücks.
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