Tarifeinigung bei Leag
: Mitarbeiter des Energiekonzerns bekommen sieben Prozent mehr Geld

Ende des Tarifstreits beim Energiekonzern Leag. Nach langen Verhandlungen und mehreren Warnstreiks haben sich Gewerkschaft und Unternehmen geeinigt. Gewerkschaftsmitglieder profitieren von dem Abschluss besonders stark.
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dpa, sm
Spremberg/Cottbus
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Arbeitsbekleidung eines Mitarbeiters der Leag Energie Bergbau AG hängt an einem Haken. Die Gewerkschaft IG BCE und der Energiekonzern haben sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.

Patrick Pleul/dpa

Die 7200 Beschäftigten der Leag bekommen mehr Geld. Das sieht nach Angaben der Gewerkschaft IGBCE eine Tarifeinigung mit dem Energiekonzern vor. Ab dem 1. Dezember erhalten die Beschäftigten demnach sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 240 Euro mehr, wie die Gewerkschaft am Samstag (23. September) nach der dritten Verhandlungsrunde mitteilte.

Zudem bekommen demnach IGBCE–Mitglieder im Oktober zusätzlich eine Sonderzahlung in Höhe von 6000 Euro. In diesem Oktober werde außerdem die Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1500 Euro netto ausgezahlt.

Die Einigung wurde in der Nacht zum Samstag in Spremberg erzielt. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Januar 2025. Das Energieunternehmen in Cottbus war am Samstagnachmittag bislang nicht für eine Reaktion zu erreichen.

Am Samstag teilte die IGBCE mit, die Tarifkommission haben in extrem zähen und harten Verhandlungen „alles rausgeholt, was möglich war“. Zuvor hatte es Warnstreiks an Kraftwerks– und Tagebau–Standorten der Leag in der Lausitz gegeben.