F60 ist gesprengt: Die Sprengung im Tagebau Jänschwalde im Video

Nachtschicht im Tagebau Jänschwalde - ein Foto aus vergangener Zeit. Auf der F60 im ehemaligen Tagebau Jänschwalde leuchten längst keine Lampen mehr. Die Föderbrücke wird gesprengt.
Patrick Pleul/dpa- F60 im Tagebau Jänschwalde wird am 5. Februar 2026 gegen 11 Uhr gesprengt.
- Live-Stream ab 10.45 Uhr: https://youtube.com/live/2GvG4xc3Vrg?feature=share.
- Weiträumiger Sperrkreis, Betretungsverbot und Drohnenverbot am Sprengtag.
- Die 500+ m lange, 31.000-t-Brücke wird in transportfähige Teile gesprengt.
- Nach der Sprengung: Rückbau bis Herbst 2026, neue Seen und Energieprojekte geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Spektakuläres Finale für ein Stück Lausitzer Industriegeschichte. Am Donnerstag (5. Februar 2026) wird die legendäre Abraumförderbrücke F60 im ehemaligen Tagebau Jänschwalde gesprengt. Damit verabschiedet sich die Region nach fast 50 Jahren Betriebszeit von einem technischen Wunderwerk, das das Bild der Lausitz und das Leben vieler Bergleute an der Neiße mitgeprägt hat.
Die Sprengung der F60 ist nicht nur ein technisches Großereignis, sondern für viele Lausitzer Bergleute ein emotionaler Moment. Der muss akribisch vorbereitet werden. Es gibt umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen um die Förderbrücke und trotzdem zugleich die Möglichkeit der Teilnahme zahlreicher Interessierter.
Die Sprengung der F60 ist minutiös vorbereitet. Sie ist für Donnerstag (5. Februar 2026) angesetzt und ist gegen 11 Uhr erfolgt. Ab etwa 10.45 Uhr gab es eine Live-Übertragung im Internet. Alle Interessierten können das Ereignis bequem von zu Hause oder unterwegs verfolgen. Dieses Angebot ist entscheidend, denn das Gelände um den ehemaligen Tagebau Jänschwalde und die Förderbrücke F60 bleibt für Besucher weiträumig gesperrt (siehe unten).
Die Sprengung selbst ist ein Akt technischer Perfektion: Die mehr als 500 Meter lange und rund 31.000 Tonnen schwere Stahlkonstruktion wird mithilfe von Schneid- und Sprengladungen in mehrere transportfähige Abschnitte zerlegt. Bereits im Vorfeld war die Förderbrücke an ihren endgültigen Standort, den Verschrottungsplatz in der Grube, gefahren worden. Ausleger und tragende Elemente sind präpariert und alle sicherheitsrelevanten Maßnahmen sind nahezu abgeschlossen. Die Sprengung wird damit zum letzten Höhepunkt in der langen Geschichte der legendären, schweren Tagebautechnik.
Sprengung der F60 in Jänschwalde: Sperrkreis und Drohnenverbot
Der Rückbau der F60 ist nicht nur eine technische, sondern auch eine sicherheitsrelevante Herausforderung. Das Lausitzer Energieunternehmen Leag, Betreiberin des ehemaligen Tagebaus, und jetzt für die Wiedernutzbarmachung des Areals verantwortlich, richtet am Tag der Sprengung einen weiträumigen Sperrkreis rund um das Tagebaugelände ein.
Dieser Bereich darf von Unbefugten nicht betreten werden – weder von Anwohnern noch von Schaulustigen oder Pressevertretern. Die Einhaltung werde streng kontrolliert, heißt es von den Verantwortlichen. Auch Drohnenflüge von Unbefugten im Umfeld der Förderbrücke seien am 5. Februar strikt untersagt.
Allein die Größe der F60 und die Sprengkraft der eingesetzten Ladungen machten diese Maßnahmen erforderlich. Die Sicherheit der Interessierten und aller am Rückbau beteiligten Personen stehe im Vordergrund. Die Sprengung wird von einem erfahrenen Spezialunternehmen durchgeführt und von Behörden, Polizei und Feuerwehr begleitet. Damit soll ausgeschlossen werden, dass herumfliegende Trümmer oder unvorhersehbare Ereignisse Menschen gefährden.
Wer dennoch live dabei sein möchte, kann auf die angebotene Internetübertragung zurückgreifen. Die Leag möchte damit dem großen öffentlichen Interesse gerecht werden und gleichzeitig die Sicherheit aller Beteiligten garantieren.
Letzter Akt – was nach der Sprengung der F60 geschieht
Mit der Sprengung der F60 endet endgültig das Zeitalter des Kohlebergbaus in der Grube in Jänschwalde. Bereits Mitte Dezember 2025 waren zwei der markanten Schaufelradbagger sowie eine Zubringerbrücke kontrolliert gesprengt worden. Bis zum Herbst 2026 sollen sämtliche Tagebau-Großgeräte abgebaut und verschrottet sein. „Die Brücken- und Baggerteile werden in transportfähige Stücke zerlegt und an metallverarbeitende Betriebe zur Wiederverwertung weitergegeben“, sagt eine Leag-Sprecherin.
Das explosive Ende der Förderbrücke in Jänschwalde ist zugleich der Startschuss für eine neue Ära in der Region zwischen Cottbus, Guben und Forst (Lausitz). Die Umgestaltung der Landschaft läuft dort auf Hochtouren: Drei große Seen – der Jänschwalder See, der Heinersbrücker See und der Taubendorfer See – sollen im Zuge der Wiedernutzbarmachung im Randschlauch des ehemaligen Tagebaus entstehen.
Flankiert werden die Wasserflächen von neuen Wäldern, Feuchtgebieten und Flächen für erneuerbare Energien. Großprojekte wie der 105-MW-Windpark Forst Briesnig II und der Solarpark Bohrau sind im Bau oder bereits teilweise in Betrieb. Damit wird aus der einstigen Bergbaulandschaft ein Zukunftsraum für Mensch und Natur.
Das Wichtigste zur Sprengung der F60
Datum: Donnerstag, 5. Februar 2026, gegen 11 Uhr,
Sicherheitsmaßnahmen: Sperrkreis, Betretungsverbot, Drohnenflugverbot

