Stadtpromenade Cottbus: Teilen Sie mit uns Ihre Geschichte vom Leben in der Wohnscheibe

Die Stadtpromenade in Cottbus schreibt bis heute Geschichte. Ein Ort, der bei vielen Cottbusern Gefühle auslöst und bis heute fasziniert.
Michael Helbig, RA/Jürgen Kaffka, Mariya Druzyaka, Montage: Sebastian Lehmann- Die LR sucht Bewohner der Wohnscheibe an der Stadtpromenade in Cottbus.
- Gesucht sind Langzeitmieter seit den 70ern und Neuzuzüge aus verschiedenen Altersgruppen.
- Themen: Alltag, Gründe für die Wohnungswahl, Blick über die Stadt und Besonderheiten wie Durchreiche.
- Der Plattenbau ist denkmalgeschützt, Pavillons, „Sternchen“ und Brunnen sind verschwunden.
- Kontakt für Geschichten: mariya.druzyaka@lr.de oder Telefon 0151 67541415.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gerhard Guder und Werner Fichte sind im Grunde dafür verantwortlich, dass es in Cottbus kaum einen anderen Ort gibt, an dem so viele unterschiedliche Emotionen und Erinnerungen nebeneinander existieren: Sehnsucht, Wut, Wehmut, Trauer, Hoffnung.
Die beiden Architekten haben die außergewöhnliche, 174 Meter lange und zehn Geschosse hohe Wohnscheibe entworfen – ja, genau: die Stadtpromenade. Dazu kamen die vorgelagerten Flachbauten und Pavillons, die einst die Fußgängerzone gliederten. Der Plattenbau im Stadtkern steht heute unter Denkmalschutz und ist ein stolzes Überbleibsel des einst berühmten DDR-Ensembles.
Die Pavillons, die Milch-Mokka-Eisbar – von Cottbusern „Sternchen“ genannt –, die blaue Uhr, der Springbrunnen und die Fußgängerbrücke sind verschwunden. Heute erinnert nur noch eine Brache daran, dass hier einmal Alltag, Wohnen, Freizeit und unvergessliche Begegnungen stattfanden. Geblieben ist das Wohnhaus. Und irgendwie fasziniert es bis heute, oder nicht?
Stadtpromenade in Cottbus erzählt Geschichte vom Leben
Seit 1970 schreibt und erzählt die Wohnscheibe Geschichte. Eine Geschichte über Cottbus – aber auch die vielen Geschichten der Cottbuserinnen und Cottbuser, die sich in den Wohnalltag dieser Platte eingeschrieben haben.
Beinahe täglich laufen die Menschen der Stadt an dieser Wohnscheibe vorbei – ich auch. Und fast genauso oft denke ich: Wer wohnt dort eigentlich? Wie lange schon? Welchen Blick hat man von dort oben über die Stadt? Und wie verrückt ist es eigentlich, dass die Treppen außen am Haus entlangführen?

Bis heute faszinieren die Überreste des DDR-Ensembles viele Cottbuser. Die Milch-Mokka-Eisbar ist verschwunden, die Pavillons sind längst abgerissen. Geblieben ist die Wohnscheibe. Wie lebt es sich heute in diesem prägenden, denkmalgeschützten Wohnhaus?
Stadtgeschichtliche SammlungenUns Lokaljournalisten beschäftigt das. Und vermutlich viele andere auch. Wer hat noch diese Durchreiche zwischen Küche und Wohnzimmer, wie in der einen Wohnung, in der ich vor Jahren zufällig mal gelandet bin? Und was wächst dort im Sommer eigentlich auf den Balkonen, hinter den orangefarbenen Markisen?
Manchmal, wenn ich eine Freundin in der Scheibe besucht habe, bin ich älteren Damen begegnet. Wie lange sie wohl schon dort leben? Vielleicht seit den 70ern? Haben sie früher auf das Sternchen hinuntergeblickt? Ein anderes Mal bot mir ein Mann im Fahrstuhl Baklava an.
Spätestens beim Blick auf die vielen Klingelschilder wird klar: Die Stadtpromenade-Platte ist ein Kosmos für sich.
Bewohner der Wohnscheibe in Cottbus sind gesucht
Die LR recherchiert gerade zu genau diesem Stadtpromenade-Kosmos. Gesucht werden Bewohnerinnen und Bewohner, die dort vielleicht schon seit 50 Jahren leben – aber auch Menschen, die erst später eingezogen sind, vielleicht sogar erst vor ein paar Wochen. Aus unterschiedlichen Altersgruppen und mit ganz verschiedenen Hintergründen.
Wir möchten mit Menschen sprechen, die erzählen wollen, wie es sich dort lebt, warum sie sich für diese Wohnung entschieden haben und was sie für sie besonders macht. Vielleicht ist es der Balkon, der Blick über die Stadt oder die noch erhaltene Durchreiche. Eben eine ganz eigene Geschichte vom Ankommen, Bleiben und Wohnen in Cottbus.
Wollen Sie uns Ihre Geschichte erzählen?
Dann schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an mariya.druzyaka@lr.de
oder rufen Sie an unter 0151 67541415.

