Spielplätze in Cottbus: Wasserspielplatz im Eliaspark jetzt größer – das können Kinder erleben

Die Felsenbauer von build a rock aus Cottbus haben eine kleine Spreewald-Landschaft geschaffen.
Jens Brand- Wasserspielplatz im Eliaspark Cottbus erweitert – Eröffnung am 17. Juni 2023 ab 14 Uhr.
- Neuer Spreewald-Abschnitt mit Fließen, Booten, Stegen und rollstuhlgerechtem Matsch-Tisch.
- Baukosten des zweiten Abschnitts: 60.000 Euro, finanziert durch Spenden.
- Geplant: Dritter Bauabschnitt bis Berlin – Spendenkonto der Bürgerstiftung noch leer.
- Problem: Keine Toiletten vor Ort, Lösung wegen Vandalismus noch in Planung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Noch liegt der Wasserspielplatz auf dem Trockenen. Doch bald können Kinder hier wieder fröhlich plantschen und turnen – demnächst sogar noch viel mehr. Denn der zweite Bauabschnitt ist nach langem Warten endlich fertiggestellt. Eine erste Wasserlaufprobe verlief erfolgreich. Die Spielsaison im Eliaspark kann also getrost beginnen. Am Samstag, 17. Juni 2023, wird die kleine Spree ab 14 Uhr wieder plätschern.
Dabei war das Betonsilo der Cottbuser Felsenbauer build a rock lange Zeit Teil der Silhouette des Spielplatzes. Denn die Attraktion ist seit dem Jahr 2016 quasi eine Baustelle. Die Bauleute nehmen dabei allerdings Rücksicht auf die Kinder. Sie konnten trotz der Bauarbeiten stets einen Teil nutzen. So auch bei der Fertigstellung des zweiten Abschnitts. Chef-Felsenbauser Jens Brand: „Das hat aber auch unsere Arbeit erschwert, weil das Wasser durch unsere Baustelle gelaufen ist.“
Der Spreewald kostet 60.000 Euro
Der Wasserspielplatz empfindet den Verlauf der Spree nach. Während der erste Teil von der Quelle über den Spremberger Stausee bis nach Cottbus führt, geht es nun in den Spreewald. Der zweite Abschnitt bietet den Kindern eine wilde Wasserlandschaft mit Fließen, Baumstämmen, Booten und Stegen. Im neuen Teil gibt es darüber hinaus einen Matsch-Tisch. Der ist so konstruiert, dass ihn auch Kinder im Rollstuhl nutzen können.
Finanziert wird das Projekt ausschließlich über Spenden. Deshalb zieht sich der Umbau des Wasserspielplatzes über so viele Jahre. Allein der neue Spreewald-Abschnitt wird rund 60.000 Euro kosten, wie Peter Albert von der Bürgerstiftung Cottbus und Region vorrechnet. Damit ist es aber noch nicht getan. Auf die Bürgerstiftung wartet noch ein Kraftakt. Denn der dritte und letzte Bauabschnitt wird noch einmal mindestens so viel Geld kosten. Der soll schließlich den Spree-Abschnitt bis nach Berlin nachempfinden.
Die Bürgerstiftung sammelt die Spenden
Für den dritten Abschnitt ist das Spenden-Konto der Bürgerstiftung noch leer. Stiftungsvorsitzender Peter Albert: „Wir fangen bei Null an.“ Dabei leidet auch das gemeinnützige Projekt unter den allgemeinen Entwicklungen in der Baubranche. „Die Kosten sind seit dem Start des Projekts im Jahr 2015 explodiert.“ So werden auch bei der offiziellen Eröffnung des Spielplatzes am Samstag Spendenboxen bereitstehen. „Uns hilft jeder Euro“, sagt der Stiftungsvorsitzende. „Aber wichtiger wäre es, wenn sich große Unternehmen engagierten.“ Dann könnte die beliebte Attraktion auch recht zügig fertiggestellt werden. Die Pläne haben die Felsenbauer längst in der Schublade.
Für Jens Brand ist der Wasserspielplatz gelebte Heimatkunde. Für die Idee haben sich die Cottbuser Felsenbauer in der Stadt Moers inspirieren lassen, wo in einem Freizeitpark der Verlauf des Rheins nachempfunden wird. „Wir haben das auf die Spree übertragen.“
Die drei Spree-Quellen sprudeln täglich zwischen 9.30 und 17 Uhr
Aber da ein Fluss ohne Wasser nur eine Rinne ist, kommt noch die Cottbuser Messegesellschaft CMT ins Spiel. Sie ist der Betreiber des Spielplatzes und sorgt für die Wasserzufuhr. Das Wasser sprudelt demnach nach der Eröffnung am 17. Juni täglich ab 9.30 Uhr. Die drei Spree-Quellen werden dabei abwechselnd betrieben und laufen den ganzen Tag in Intervallen mit kurzen Pausen. Das letzte Intervall startet um 17 Uhr.
Für ein Problem suchen die Partner allerdings noch eine Lösung. Die im Sommer gut besuchte Spielstätte verfügt bislang über keine Toilette. CMT-Chefin Daniela Kerzel erklärt: „Da sind wir noch ganz am Anfang der Überlegungen.“ Es müsse für alle eine annehmbare Lösung gefunden werden. Erschwerend komme an dem Standort hinzu, dass es häufig zu Vandalismus komme. „Deshalb ist diesbezüglich noch nichts spruchreif.“

