Die Cottbuser Feuerwehr verzeichnete eine insgesamt ruhige Silvesternacht im Stadtgebiet. Das teilt die Stadtverwaltung am Neujahrsmorgen mit. Demnach gab es insgesamt fünf Einsätze im Zusammenhang mit Brandalarmierungen. Gegen 7 Uhr am Neujahrsmorgen wurde die Feuerwehr wegen eines ausgelösten Heimrauchmelders in der Neuen Straße in Schmellwitz alamiert. Dort hatte nach Informationen der Leitstelle Lausitz ein schlafender Mieter in seiner Wohnung Essen anbrennen lassen. Da der Mann von der Verrauchung selbst nichts merkte und auch auf die Feuerwehr nicht reagierte, drang diese in die Wohnung ein und löschte den Brand. Verletzt wurde niemand.
Feuer gab es auch in der Warschauer Straße, wo Laub brannte, in der Hans-Beimler-Straße, wo offensichtlich Pyrotechnik auf Ödland abgebrannt worden war und in der Gerhart-Hauptmann-Straße, wo Pyrotechnik eine Hecke in Brand setzte. Hinzu kam ein – vermeintlicher – Gebäudebrand in der Schillerstraße, der sich als blinder Alarm herausstellte.

Cottbuser Ordnungsamt setzt auf Deeskalation bei Böllerverbot

Auch das Ordnungsamt bilanziert nach aktuellem Stand einen weitgehend ruhigen Verlauf der Silvesternacht. Größtenteils haben sich die Feiernden an die geltenden Abstandsregeln und das Böllerverbot auf öffentlichen Plätzen etc. gehalten. Bei Verstößen setzten die Streifen auf Deeskalation und aufklärende Gespräche. In einigen Fällen werden weitergehende Strafen in Form von Bußgeldern noch geprüft. Das wird gemeinsam mit der Polizei, die die Kontrollen unterstützte, geschehen. Das gemeinsame Ziel von Polizei und Ordnungsamt, Präsenz auf der Straße zu zeigen, wurde erreicht.

Polizei zieht nach Silvesternacht positives Fazit

Die Brandenburger Polizei hat nach der Silvesternacht eine durchweg positive Bilanz gezogen. Sie verzeichnete nach eigenen Angaben kaum Verstöße gegen die Corona-Eindämmungsverordnung. Manche Menschen hätten beim Silvesterfeuerwerk etwas zu nah beieinandergestanden. Sie seien aber Hinweisen der Polizei mit Verständnis begegnet, sagte Sprecherin Stefanie Klaus der Deutschen Presse-Agentur am Neujahrstag.
Die Polizei hatte sich wegen der Kontrollen der Corona-Beschränkungen zu Silvester ihr zufolge breit aufgestellt. Drei Hundertschaften seien in Brandenburg im Einsatz gewesen. Insgesamt seien 250 Einsatzkräfte mit 150 Streifenwagen im gesamten Land unterwegs gewesen. Die meisten Menschen hätten sich an die Corona-Beschränkungen gehalten.