Aufgrund einer geborstene Hauptleitung war die Trinkwasserversorgung der Stadt Cottbus am 4. Februar seit 14 Uhr unterbrochen. Darüber informiert die LWG Lausitzer Wasser GmbH. Der Auslöser für die Havarie bleibt bislang unklar. Dafür stand die Versorgung zweieinhalb Stunden wieder. Die Reparatur kann sich noch in die nächsten Tage ziehen. Schließlich klafft nun ein riesiges Loch in der Zittauer Straße.
Die Bautzener Straße glich am Donnerstagnachmittag an der Ecke mit der Zittauer Straße einem reißenden Bach. Das Wasser strömte aus der Zittauer Straße. Dort entwich Trinkwasser aus dem Leitungssystem. LWG-Sprecherin Marina Röwer erklärte: „Es gibt einen großen Rohrbruch auf einer Trinkwasserhauptleitung. Dadurch kann es in der gesamten Stadt zu einem Druckverlust kommen oder auch gar kein Wasser zur Verfügung stehen.“

Feuerwehr sichert Keller

Die Havarie war auch im angrenzenden Wohngebiet noch spürbar und rief Retter auf den Plan. So standen in der Gartenstraße am Nachmittag Autos tief im Wasser, das die Reifen umspülte. Es drohte in die Keller der benachbarten Häuser zu laufen. Deshalb richteten die Feuerwehrleute Barrieren ein. Außerdem sperrten sie die Kellereingänge mit Signalbändern ab.
Einsatzleiter Uwe Schulze von der Feuerwehr erklärte am frühen Nachmittag: „Das Problem wird sich hoffentlich recht schnell wieder beheben, weil gerade eine Umleitung für das Wasser hergestellt wird.“ Er äußerte sich zuversichtlich, dass die Versorgung der Haushalte in Cottbus schon am frühen Abend wieder funktionieren könnte. „Trotz der schwierigen Umstände sieht alles recht gut aus“, sagte er. Das tiefe Loch in der Zittauer Straße, wo sich die Havarie ereignete, dürfte sich allerdings nicht so schnell reparieren lassen.

Ursache unklar

Der LWG-Notfalldienst war seit dem Nachmittag im Einsatz, um den betroffenen Bereich vom Trinkwassernetz zu nehmen und das Wasser über andere Leitungen zuzuführen. LWG-Sprecherin Röwer: „Es geht es erst einmal darum, dass die Bewohner so schnell wie möglich wieder mit Wasser versorgt werden.“ Tatsächlich ist die Mehrzahl der Cottbuser Haushalte zweieinhalb Stunden nach dem Rohrbruch wieder am Netz. „Bis zum frühen Abend sollten dann alle wieder Wasser haben, auch ohne Druckprobleme“, prophezeite Marina Röwer.
Die Ursache für den Schaden blieb auch am Donnerstag unklar. Die Zittauer Straße wurde für den Verkehr gesperrt, das Loch mit Bauzäunen abgesichert. „Die Reparatur wird dann am Freitag beginnen“, sagte die LWG-Sprecherin. Wie lange die Arbeiten an dem geborstenen Kanal dauern werden, konnte der Wasserversorger am Donnerstag nicht beantworten.