Bis Ende Januar nimmt Cottbusverkehr zwei neue digitale Anzeigentafeln am Umsteigepunkt in Madlow in Betrieb. Das werden die baugleichen Anlagen wie am Bahnhof sein. Für die Tafeln gibt es dieser Tage Lob vom Brandenburger Blinden- und Sehbehindertenverband. Dessen Vorsitzender Joachim Haar merkt an: „Die Abfahrtzeiten sind großgeschrieben und sehr gut zu lesen. Diese Informationen können auch die Menschen lesen, die schlecht sehen. Der Kontraste zwischen Hintergrund der Tafeln und der Schrift sind in Ordnung. Die Abfahrtzeiten sind den Stunden zugeordnet. Klar und deutlich lesbar.“

Im gesamten Einzugsgebiet von Cottbusverkehr sind derzeit 44 digitale Anzeigentafeln in Betrieb. Die Mehrzahl steht entlang der Straßenbahnlinien, aber auch in Burg gibt es eine solche Tafel. Unternehmenssprecher Robert Fischer erklärt: „Die Auswahl für die Standorte der Fahrgastinformationen hängt davon ab, wie stark eine Haltestelle frequentiert wird und ob sie Anknüpfungspunkte an weitere Linien hat.“ Dem Verkehrsbetrieb wäre es am liebsten, wenn diese digitalen Anzeigen flächendeckend im Einsatz wären. Das ist aber illusorisch. Eine neue Tafel kostet rund 23 000 Euro, informiert Robert Fischer.

Laut Unternehmenssprecher gehörte Cottbusverkehr zu den ersten Verkehrsbetrieben, die auf die digitalen Anzeigen umrüsteten. Demnach stammen die ersten aus dem Jahr 2004. Dementsprechend in die Jahre gekommen sind die älteren Anlagen. „Sie sind leider auch anfälliger für Softwareprobleme“, sagt Robert Fischer.

Cottbusverkehr betreibt insgesamt 633 Haltestellen für Straßenbahn und Bus im Stadt- und Regionalverkehr.

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