In weiten Teilen des Cottbuser Stadtgebietes hat es am Donnerstagnachmittag, 4. Februar, ab 14 Uhr kein Trinkwasser gegeben. Grund war ein großer Rohrbruch im Bereich Zittauer Straße Ecke Bautzener Straße. „Betroffen war eine circa 60 Jahre alte Trinkwasserhauptleitung aus Grauguss mit einem Durchmesser von 60 Zentimeter“, berichtet Marten Eger, Technischer Geschäftsführer der LWG. „Sie gehört zum sogenannten Ostring, der gemeinsam mit dem Nordring die Hauptverbindung zwischen Wasserwerk Sachsendorf und Wasserwerk Fehrower Weg darstellt und große Teile des Versorgungsgebietes Cottbus mit Trinkwasser versorgt.“

Materialfehler könnte Ursache für Rohrbruch in Cottbuser Innenstadt gewesen sein

Durch den Rohrbruch kam es zu einem massiven Wasseraustritt, so dass die Bautzener Straße zeitweise überflutet wurde. Außerdem waren rund 20.000 Haushalte in Cottbus für einige Zeit ohne Wasser, in anderen Bereiche gab es große Druckverluste. Gegen 18.30 Uhr war die Trinkwasserversorgung wieder hergestellt. Als Ursache für den Rohrbruch sehen die Wasserfachleute einen herstellungsbedingten Materialfehler.
Um die Wasserversorgung schnellstmöglich wieder zu gewährleisten, wurde die defekte Rohrleitung vom Trinkwassernetz getrennt und die Einspeisung des Trinkwassers über andere Leitungen ermöglicht. „Das ist der große Vorteil unseres Rohrleitungsnetzes, dass wir in solchen Fällen schnell auf andere Leitungen ausweichen können“, betont Marten Eger. Um jedoch den massiven Wasseraustritt an der Bruchstelle zu drosseln, musste das Wasserwerk Cottbus-Sachsendorf zeitweise die Einspeisung mit Trinkwasser reduzieren, wodurch es zu Problemen mit dem Trinkwasserdruck kam.

Trübung von Trinkwasser durch veränderte Einspeisung möglich

Die Reparatur des Schadens hat heute Morgen begonnen und wird voraussichtlich bis Samstagabend andauern. Die Trinkwasserversorgung in Cottbus ist aber auch in dieser Zeit gesichert. „Allerdings kann es durch die veränderte Einspeisung und damit auch veränderte Fließrichtung des Wassers für einige Zeit zur Aufwirbelung von Ablagerungen und damit zur Trübung des Trinkwassers kommen, was jedoch gesundheitlich völlig unbedenklich ist. Wir bitten unsere Kunden dafür um Verständnis“, so Marten Eger.