Ein deutliches Zeichen gegen die Diskreditierung des Cottbuser Glad Houses durch die AfD-Landtagsfraktion will SPD-Stadtverordneter Denis Kettlitz setzen. „Wir können nicht zulassen, dass das Haus in die linksextreme Ecke gestellt wird“, betont er auf der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses in Cottbus. Schließlich sei die Stadt Gesellschafter der Kultureinrichtung. Das findet fraktionsübergreifend Zustimmung.

Grünen-Abgeordnete spricht von „dumm-dreisten“ AfD-Anfragen

Gudrun Breitschuh-Wiehe (Bündnis 90/Grüne) verweist darauf, dass solche „dumm-dreisten Anfragen“ bei der AfD-Landtagsfraktion bereits Methode hätten. In der Vergangenheit seien auch schon andere Einrichtungen und Initiative wie das Piccolo-Theater sowie der Cottbuser Aufbruch ins Visier geraten.

Georg Simonek (AfD) sagt, es stehe ihm nicht zu, die Anfragen der Landtagskollegen zu werten. Fragen zu stellen, sei aber ein demokratisches Recht. Seine Fraktion will das Gespräch mit der Glad-House-Leitung suchen, wie er ankündigt. Er selbst kenne die Einrichtung und habe dort schon „gute Veranstaltungen“ besucht, wie er berichtet.

AfD-Landeschef sieht Cottbuser Gladhouse als Hort der linksextremen Szene

In einer kleinen Anfrage an den Landtag hatte der Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz das Glad House als Hort der linksextremen Szene in Cottbus bezeichnet und die Finanzierung der Einrichtung infrage gestellt. Dabei beruft er sich auf Berichte des Verfassungsschutzes zu einem Treffen von linksextremen Demonstranten, das vor 17 Jahren stattfand.